Überbrückungshilfe III Stand 15.04.2021
(beantragbar: 10.02.-31.08.2021)

Aufruf des Wirtschaftsministers Prof. Willingmann und der Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt für die Corona-Hilfen
Steuerberater (aus Sachsen-Anhalt), die freie Kapazitäten für die Bearbeitung von Corona-Hilfen (zum Beispiel Überbrückungshilfe III oder Neustart-/November-/ Dezemberhilfe ) haben, senden bitte ihre Bereitschaft und die Bereitschaft zur Weitergabe/ Veröffentlichung der Kanzleidaten für diesbezüglich anfragende Unternehmen zur Kontaktaufnahme mit dem Betreff  „Bereitschaft Corona-Hilfen“ – ausschließlich per E-Mail – an     info@stbk-sachsen-anhalt.de .
Wir danken den Steuerberatern Sachsen-Anhalts hiermit nochmal ausdrücklich für Ihre Arbeit sowie die Unterstützung durch das Wirtschafts- und Finanzministerium, der Investitionsbank und der Bundesagentur für Arbeit SAT während der Pandemie ! Wir werden weiterhin engagiert versuchen, Sie als Steuerberater auf Ihrem schwierigen Weg zu unterstützen.
Alle hier nachstehend eingestellten Inhalte sind ein kostenfreier Service der Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt (ausschließlich zur Information für die Mitglieder) die neben den Verlautbarungen, Eigenrecherchen und Vikos/Telkos auch auf Grundlage von vorläufigen  Informationen der Bundessteuerberaterkammer, der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, der Geschäftsstelle und der verschiedenen Ministerien beruhen, denen wir für Ihre Bemühungen/ Unterstützung bei den Programmen ausdrücklich danken. Die Programme und FAQ werden von den Richtliniengebern derzeit laufend präzisiert/ verändert oder gerade erst final abgeschlossen (wie bei der Neustarthilfe, Novemberhilfe, Dezemberhilfe und Überbrückungshilfe III), die Inhalte hier erfolgen insoweit ausdrücklich ohne Gewähr auf Richtigkeit, Unveränderbarkeit und Vollständigkeit. Sie dienen ausdrücklich lediglich der kostenfreien Erstinformation der Steuerberater aus Sachsen-Anhalt und stellen keine Grundlage für eine Entscheidung/ Investition/ Antragstellung dar und bilden bewusst auf Grund der Unterschiedlichkeit nicht die länderspezifischen Inhalte/ Programme der/anderer Bundesländer ab.
Für Rückfragen und Unklarheiten zu den Programmen ist alleine der Bund (und nicht die Bundessteuerberaterkammer oder Steuerberaterkammer) verantwortlich bzw. sind ausschließlich die Hotline des BMWi zu nutzen.   

 

Zusammenfassung Grundlagen für die Überbrückungshilfe III:
Beantragung (ohne Neustarthilfe) seit 10.02.2021 möglich unter: www.bmwi.de

Überbrückungshilfe III mit Wahlrecht zu der erhöhten Kleinbeihilfen-Obergrenze im EU-Beihilferecht und mit den Bestandteilen:

1.) Überbrückungshilfe III mit Fixkostenhilfe für Förderzeitraum 11/2020-06/2021
(u.a. Voraussetzung: Umsatzausfall von 30% gegenüber einem Referenzmonat 2019)
letztes Term Sheet: Term Sheet 04.02.2021 
letzte Anlage zum Term Sheet: Anlage Term Sheet 04.02.2021
aktueller FAQ Bundeswirtschaftsministerium zu Beihilferegelungen (für alle Programme): hier
aktueller FAQ Bundessteuerberaterkammer zu Beihilferegelungen (für alle Programme): hier
aktueller FAQ Bundeswirtschaftsministerium: Verlinkung hier
aktuelle Kurzanleitung Bundeswirtschaftsministerium zur Erstellung eines Änderungsantrags:  hier
aktueller Leitfaden des Bundeswirtschaftsministeriums zu Verbundunternehmen: hier
  (einige aufgeführte Beispiele sind noch strittig; u.a. Seite 6 Nr. 4b) 
aktueller FAQ Bundessteuerberaterkammer: hier 
Mustervereinbarung zur Beantragung: hier
Leitfaden für Antragserfassende: hier
aktuelle Vollzugshinweise: hier

2.) Neustarthilfe (mittlerweile auch durch prüfende Dritte beantragbar) ; Förderzeitraum 01-06/2021
Information: hier Informationsseite der Steuerberaterkammer zur Neustarthilfe

 

Kurzübersicht letzter Änderungen bei der ÜBERBRÜCKUNGSHILE III

NEU: 15.04.2021 Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht hier den aktualisierten BMWi-FAQ zur Überbrückungshilfe III
– neuer FAQ mit Eigenkapitalzuschuss, zur Überbrückungshilfe III steht fest
– antragsberechtigt sind Unternehmen die bis zum 31.10.2020 gegründet worden sind
– Härtefallregelungen für Umbau oder Elternzeit ist nun eingearbeitet
– Abschreibung für verderbliche Ware auch für bestimmte Anwender (z.B. Kosmetikstudio)
– Hinweis zur Einordnung zum vorläufigen unverbindlichen Zwischenstand der Positivlisten zu Digitalisierungskosten und zu Umbaukosten – siehe unten

NEU: 15.04.2021 ACHTUNG Positivlisten zu Digitalisierungskosten und zu Umbaukosten des BMWi:
Es gibt einen unverbindlichen vorläufigen Zwischenstand einer Positivliste für die Bewilligungsstellen zu Digitalisierungskosten und zu Umbaukosten des BMWi im Umlauf (offen veröffentlicht durch die Dehoga Hessen), obwohl dies so ausdrücklich (noch) nicht vorgesehen war!
Um die Mitglieder auf die nun definitiv folgenden Mandantenanfragen vorzubereiten und zu vermeiden, dass prüfende Dritte Anfragen zu etwas bekommen, was sie nicht vorliegen haben, was die Mandanten aber vorliegen haben, stellen wir  – ausdrücklich mit der nachfolgenden Einordnung – exakt den vorläufigen Zwischenstand der Positivlisten, die da im Umlauf sind, hier ein: unverbindlicher Zwischenstand Digitalisierungskosten und Hygienemaßnahmen
Einordnung:
Auf Grund diverser Abgrenzungsfragen hat das BMWi zu diesen Positionen sogenannte Positivleistungen für die Bewilligungsstellen zusammengetragen, damit diese Kosten zukünftig bundesweit einheitlich behandelt werden, jedoch diese vorläufigen Auflistungen erstmal nicht im FAQ aufgenommen werden. Diese jetzigen vorläufigen Positivlisten sollten zur ersten Orientierung/ Abstimmung dienen, spiegeln nicht zwangsläufig den aktuellen Stand wieder und führen nicht per se/ automatisch zu einem Rechtsanspruch. Und ebenso ergibt sich daraus nicht, dass dort nicht aufgeführte Kosten per se/ automatisch nicht anerkannt werden würden.
In einigen Punkten dieser vorläufigen Listen sehen wir für die Steuerberater erhebliche Schwierigkeiten in der Abgrenzung/ Prüfung/ Plausibilisierung sowie Argumentation gegenüber den Mandanten und haben diese Bedenken auch gegenüber den zuständigen Behörden geltend gemacht.  

NEU: 08.04.2021 WARNHINWEIS Mehrfachanträge zur Überbrückungshilfe III:
In den Bewilligungsstellen ist aufgefallen, dass einige Steuerberater Mehrfachanträge auf Überbrückungshilfe III gestellt haben, da sie für ihre Mandanten monatsweise – in getrennten Anträgen – die Überbrückungshilfe III beantragen wollen/wollten. Dies ist falsch und unzulässig und führt zur Nichtbearbeitung der Mehrfachanträge, da auch für die Überbrückungshilfe III  mit dem Förderzeitraum 11/2020-06/2021 generell nur EIN Antrag für den gesamten Förderzeitraum gestellt werden darf. Sinnvoll ist es, für die Monate 04-06/2021, bei denen noch keine Istzahlen vorliegen, gleich vorsichtige Prognosen anzustellen und die Monate mit zu beantragen. Zwar können diese geschätzten Monate 04-06/2021 später auch über Änderungsanträge noch nachbeantragt werden. Da aber derzeit noch nicht erkennbar ist, wann genau Änderungsanträge gestellt und dann auch von den Bewilligungsstellen vor Ort bearbeitet werden können, warten die Mandanten dann länger auf das Geld. Stellen Sie also bitte für den Zeitraum  11/2020-06/2021 insgesamt nur einen Antrag auf Überbrückungshilfe III und stellen Sie für die Monate 04-06/2021 dabei vorsichtige Prognosen an. 
Bitte beachten Sie unbedingt bei der Antragstellung die unten am 23.03.2021 aufgeführten unverbindliche Hinweise zu Digitalisierungskosten sowie baulichen Corona-Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen zu Hygienekonzepten und die unten aufgeführten Hinweise vom 25.03.2021 zur Handhabung im Transparenzregister für die Corona-Hilfen in Sachsen-Anhalt.

NEU: 06.04.2021 DATEV e.G. Die Datev wird am 09.04.2021 ein Hotfix für Kanzlei-Rechnungswesen bereitstellen, der die Änderungen bei der Neustarthilfe und der Änderungen im Antragsportal (branchenabhängige Fixkosten) umsetzt. Die technische Umsetzung zum Eigenkapitalzuschuss, Veränderungen in der Überbrückungshilfe III und des ausstehenden XML-Uploads hängt davon ab, wann das BMWI den neuen Überbrückungshilfe III -FAQ zur Veröffentlichung freigibt und wann das BMWI die XML-Upload freigibt/ umsetzt. 

NEU: 06.04.2021 BMWi veröffentlicht hier: aktualisierten Entscheidungsfinder für Corona-Hilfen

NEU: 06.04.2021 Momentan sind die neuen Programmvorgaben (u.a. 100% Fixkosten bzw. Eigenkapitalzuschuss) im Antragsportal noch nicht freigegeben. Ggf. sollte man prüfen, ob man Neuanträge wenige Tage zurückstellen kann, zumal bisher eingegebene Überbrückungshilfe III-Anträge teilweise gelöscht werden/ temporär nicht zuordenbar sind. Derzeit findet in der 14. KW 2021 immer noch die Finalisierung der FAQ zur veränderten Überbrückungshilfe III (siehe 01.04.2021) statt. Erst anschließend (voraussichtlich frühestens 15.KW) kann nach der bereits begonnenen Programmierung im Antragsportal die Programmfreigabe zur veränderten Überbrückungshilfe III erfolgen und  entschieden werden, wie für Altanträge zur Überbrückungshilfe III bezüglich des Eigenkapitalzuschusses und der 100% Fixkosten verfahren werden kann.


NEU: 01.04.2021 Überbrückungshilfe III wird angepasst hier BMF-Freigabe vom 0.04.2021
lt. BMF Ergänzende Informationen zum neuen Eigenkapitalzuschuss und zu den Verbesserungen der Überbrückungshilfe III:

Alle Unternehmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben, erhalten einen Eigenkapitalzuschuss. Der Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

Außerdem wird die Fixkostenerstattung der Überbrückungshilfe III für Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent erleiden, auf bis zu 100 Prozent erhöht. Bislang wurden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet.

Die Vorgaben des europäischen Beihilferechts sind für die gesamte Förderung der Überbrückungshilfe III  (d.h. auch inkl. des Eigenkapitalzuschusses) einzuhalten. Die Überbrückungshilfe III stützt sich auf die Bundesregelung Kleinbeihilfen, die Deminimis-Verordnung und die Bundesregelung Fixkostenhilfe. Unternehmen, die auf Grundlage der Bundesregelung Fixkostenhilfe ihren Antrag stellen, können daher eine Förderung nur bis zu 70 Prozent der ungedeckten Fixkosten im Sinne des europäischen Beihilferechts im beihilfefähigen Zeitraum (März 2020 bis Juni 2021) erhalten. Im Falle von kleinen und Kleinstunternehmen (Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und einem Jahresumsatz bzw. einer Jahresbilanz von nicht mehr als 10 Mio. Euro), die auf Grundlage der Bundesregelung Fixkostenhilfe ihren Antrag stellen, darf die gewährte Hilfe bis zu 90 Prozent der ungedeckten Fixkosten betragen.

1. Neuer Eigenkapitalzuschuss

Der Eigenkapitalzuschuss im Überblick:

a) Anspruchsberechtigt sind Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021.

b) Der neue Eigenkapitalzuschuss zur Substanzstärkung beträgt bis zu 40 Prozent des Betrags, den ein Unternehmen für die förderfähigen Fixkosten nach Nr. 1 bis 11 erstattet bekommt (vgl. FAQ zur Überbrückungshilfe III). Der Eigenkapitalzuschuss ist gestaffelt und steigt an, je länger Unternehmen einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erlitten haben. Gezahlt wird er ab dem dritten Monat des Umsatzeinbruchs und beträgt in diesem Monat 25 Prozent. Im vierten Monat mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erhöht sich der Zuschlag auf 35 Prozent; bei fünf oder mehr Monaten erhöht er sich noch einmal auf 40 Prozent pro Monat. Für die einzelnen Monate ergeben sich somit folgende Fördersätze:

Monate mit Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent Höhe des Zuschlags
1. und 2. Monat Kein Zuschlag
3. Monat 25 Prozent
4. Monat 35 Prozent
5. und jeder weitere Monat 40 Prozent

 

Beispiel: Ein Unternehmen erleidet in den Monaten Januar, Februar und März 2021 einen Umsatzeinbruch von 55 Prozent. Das Unternehmen hat jeden Monat 10.000 Euro betriebliche Fixkosten aus Mietverpflichtungen, Zinsaufwendungen und Ausgaben für Elektrizität, Wasser und Heizung und beantragt dafür die Überbrückungshilfe III. Das Unternehmen erhält eine reguläre Förderung aus der Überbrückungshilfe III in Höhe von jeweils 6000 Euro für Januar, Februar und März (60 Prozent von 10.000 Euro). Es erhält für den Monat März zusätzlich einen Eigenkapitalzuschuss in Höhe von 1500 Euro (25 Prozent von 6000 Euro).

c) Der neue Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

2. Weitere Verbesserungen der Überbrückungshilfe III

  • Neben dem neuen Eigenkapitalzuschuss wird die Überbrückungshilfe auch insgesamt nochmal verbessert: Die Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Saisonware und verderbliche Ware für Einzelhändler werden auf Hersteller und Großhändler erweitert.
  • Für Unternehmen der Veranstaltungs- und Reisewirtschaft wird zusätzlich zur allgemeinen Personalkostenpauschale für jeden Fördermonat eine Anschubhilfe in Höhe von 20 Prozent der Lohnsumme eingeführt, die im entsprechenden Referenzmonat 2019 angefallen wäre. Die maximale Gesamtförderhöhe dieser Anschubhilfe beträgt 2 Mio. Euro.
  • Die Veranstaltungs- und Kulturbranche kann zusätzlich Ausfall- und Vorbereitungskosten, die bis zu 12 Monate vor Beginn des geplanten Veranstaltungsdatums angefallen sind, geltend machen.
  • Antragstellern wird in begründeten Härtefällen die Möglichkeit eingeräumt, alternative Vergleichszeiträume zur Ermittlung des Umsatzrückgangs im Jahr 2019 zu wählen.
  • Unternehmen in Trägerschaft von Religionsgemeinschaften sowie junge Unternehmen bis zum Gründungsdatum 31. Oktober 2020 sind ab jetzt antragsberechtigt. Bisher konnten nur Unternehmen, die bis zum 30. April 2020 gegründet waren, einen Antrag stellen.
  • Wie für Soloselbständige mit Einnahmen ausschließlich aus freiberuflichen und gewerblichen Tätigkeiten wird auch für Soloselbständige, die Gesellschafter von Personengesellschaften sind, ein Wahlrecht geschaffen:
    Sie können den Antrag auf Neustarthilfe entweder über einen prüfenden Dritten oder als Direktantrag stellen (die Antragstellung auf Neustarthilfe über prüfende Dritte ist damit nur noch für Kapitalgesellschaften verpflichtend).
  • Unternehmen und Soloselbstständige erhalten ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung. So kann die im Einzelfall günstigste Hilfe aufgrund des unsicheren Verlaufs der ökonomischen Entwicklung nachträglich bestimmt werden.

Der Eigenkapitalzuschuss und die weiteren Verbesserungen werden im Rahmen der bestehenden Überbrückungshilfe III gewährt. Damit wird eine zügige Umsetzung gewährleistet. Die FAQ zur Überbrückungshilfe III werden überarbeitet und zeitnah veröffentlicht, darin wird das Verfahren zur Auszahlung des Eigenkapitalzuschusses erläutert. Nach Anpassung des Programms kann die Antragstellung über die bekannte Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen. Die Antragsbearbeitung und Auszahlung erfolgt in der Verantwortung der Länder.

NEU: 26.03.2021 Das BMWi konnte noch kein Datum für den Abschluss der Schnittstellenprogrammierung zur Überbrückungshilfe III mitteilen. 
NEU: 26.03.2021 Dadurch das derzeit weitere Programme entwickelt werden, hat die Schlussabrechnung leider momentan nicht die oberste Priorität. Insoweit ist frühestens leider erst ab dem 2. Halbjahr 2021 mit der technischen Möglichkeit einer Schlussabrechnung zu rechnen.  
NEU: 26.03.2021 Bundessteuerberaterkammer: Bundeseinheitliche Lösung für Transparenzregister erreicht!!!
1. Zur Frage der „Beifügung“ des Nachweises:
Es ist ausreichend, wenn der entsprechende Nachweis dem prüfenden Dritten vorliegt, so dass er der Bewilligungsstelle auf deren explizite Anforderung hin übermittelt werden kann. Es ist nicht notwendig, den Nachweis bereits zum Zeitpunkt der Antragstellung zu übermitteln oder ungefragt der Bewilligungsstelle zuzusenden.
2. Zur Frage des Zeitpunkts der Eintragung ins Transparenzregister:
Soweit die Bewilligungsstelle einen Nachweis über die tatsächlichen Eigentümerverhältnisse nicht bereits im Rahmen der Antragstellung anfordert, muss die Eintragung ins Transparenzregister spätestens zu dem Zeitpunkt erfolgt sein, zu dem die Schlussabrechnung vorgelegt wird. So lange die Bewilligungsstellen nichts anfordern, müssen also keine entsprechenden Nach-weise hochgeladen oder verschickt werden.
NEU: 25.03.2021 Hinweise zur Handhabung im Transparenzregister für die Corona-Hilfen in Sachsen-Anhalt
Bitten beachten: hier auf Transparenzregister-Kammerhomepage-Seite der Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt
 Es findet eine länderübergreifende Abstimmung statt, dass u.a. Gesellschafterlisten nur noch auf Aufforderung nachgereicht werden müssen

Zwischenstand: Wir hatten uns ja bekanntlich an die zuständigen Behörden gewendet, um eine Lösung für die Gesamtproblematik zu erreichen: Für Anträge an die Bewilligungsstelle Sachsen-Anhalt gilt auf Grund unserer Abstimmung mit der und FÜR DIE Bewilligungsstelle in Sachsen-Anhalt bis dahin:

– dass es nicht beanstandet wird, wenn für die bisher gestellten Corona-Hilfe-Anträge der Nachweis zum wirtschaftlich Berechtigten – analog wie bei der Belegvorhalteverpflichtung – beim Steuerberater in der Kanzlei vorliegt und der Nachweis auf Aufforderung von der  Investitionsbank Sachsen-Anhalt unverzüglich dieser vom Steuerberater zur Verfügung gestellt wird/ werden kann. Insoweit wird es für die bisher gestellten Anträge nicht beanstandet, dass der obige Nachweis – entgegen der Vollzugshinweise – nicht mit der Beantragung übersandt wurde. Auf Anforderung der Bewilligungsstelle hat die/der Antragstellende bzw. die/ der zu prüfende Dritte (Steuerberater) also den Nachweis zu belegen. Alleine deswegen Anträge zurückzuziehen oder zu ändern ist also – ebenso wie nachträgliche Zusendung des Nachweises an die Investitionsbank Sachsen-Anhalt ohne ausdrückliche Aufforderung – entbehrlich!!

– sollte eine erforderliche Eintragung einer Gesellschaft nicht – wie in den Vollzugshinweisen gefordert – im Transparenzregister vorgenommen worden und auch noch keine Aufforderung durch die Bewilligungsstelle erfolgt sein,  muss allerspätestens!!! vor Schlussabrechnung die Eintragung unaufgefordert selbständig nachgeholt werden, da andernfalls die Corona-Hilfe vollumfänglich zurückzuzahlen ist. Zur Vermeidung einer Haftungsfalle empfehlen wir eine sorgfältige Prüfung der Erfüllung aller im Antrag gemachten Erklärungen VOR Versand der Schlussabrechnung an die Bewilligungsstelle. Die Abgabe von Schlussabrechnungen ist technisch frühestens ab dem 2. Halbjahr 2021 möglich


NEU: 24.03.2021  Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht hier: aktualisierten BMWi-FAQ zur Überbrückungshilfe III
– viele redaktionelle Änderungen und teilweise inhaltliche Änderungen:
1.1.  Unternehmen, die im Jahr 2020 einen Umsatz von mehr als 750 Mio. Euro erzielt haben, sind antragsberechtigt, wenn sie im Jahr 2019 mindestens 30 Prozent ihres Umsatzes in einer der im vorherigen Satz genannten Branchen erzielt haben.
1.2. Alternativ können beispielsweise die Eröffnung neuer Betriebsstätten, der Auf- bzw. Ausbau eines Online-Handels oder der Zukauf von Unternehmen im Jahr 2020 zur Nachvollziehbarkeit der Abwesenheit eines Umsatzeinbruchs in 2020 trotz Corona-Betroffenheit angeführt werden. Darüber hinaus können Faktoren für einen temporär geringeren Jahresumsatz 2019 angeführt werden. Wenn der Geschäftsbetrieb durch Quarantäne-Fälle oder Corona-Erkrankungen in der Belegschaft nachweislich stark beeinträchtigt ist, ist ein daraus resultierender Umsatzeinbruch Corona-bedingt.

Der prüfende Dritte prüft bei allen Anträgen die Angaben des Antragsstellers zur Begründung der Corona-Bedingtheit des Umsatzrückgangs auf Nachvollziehbarkeit und Plausibilität und nimmt die Angaben zu seinen Unterlagen. Auf Nachfrage der Bewilligungsstelle legt der prüfende Dritte die Angaben des Antragstellers der Bewilligungsstelle vor.

2.4 Zur Berücksichtigung der besonderen Corona-Situation sind Hygiene-maßnahmen einschließlich investiver Maßnahmen entgegen der sonst gültigen Vorgaben auch förderfähig, wenn sie nach dem 1. Januar 2021 begründet sind.

Außerdem können unter denselben Voraussetzungen auch Investitionen in Digitalisierung (z. B. Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops, Eintrittskosten bei großen Plattformen, Lizenzen für Videokonferenzsysteme, SEO-Maßnahmen, Website-Ausbau, Social Media Aktivitäten, Kompetenz-Workshops in digitalen Anwendungen, Foto-/Video-Shootings, wenn sie zur Ausübung der betrieblichen oder selbstständigen Tätigkeit erforderlich sind) einmalig bis zu 20.000 Euro als erstattungsfähig anerkannt werden.

Zahlungen der Überbrückungshilfe III können nicht gepfändet werden, wenn ein Pfändungsschutz besteht. Grundsätzlich kann bei der Überbrückungshilfe III ein Pfändungsschutz aufgrund ihrer Zweckbindung (Sicherung der wirtschaftlichen Existenz durch Beitrag zu den betrieblichen Fixkosten) bestehen. Ob eine Unpfändbarkeit im Einzelfall vorliegt, muss durch das zuständige Vollstreckungsgericht festgestellt werden

– Unternehmen sind nicht verpflichtet Click & Collect oder Click & Meet anzubieten (im Sinne einer Schadensbegrenzungspflicht)

NEU: 23.03.2021 Unverbindliche Hinweise zu Digitalisierungskosten sowie baulichen Corona-Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen zu Hygienekonzepten:
Viele Lieferanten werben derzeit sehr aggressiv damit, dass die  bei ihnen zu erwerbenden vorgenannten Aufwendungen zu 90% vom Gesetzgeber gefördert würden. Hierbei sollte von dem Unternehmer/ Steuerberater beachtet  werden, dass diesbezügliche Kosten/ Investitionen entsprechend dem FAQ/ Fälligkeit noch in einem Förderzeitraum mit 90% Förderhöhe fallen. Zudem erscheinen nach vorläufiger Einschätzung nicht alle der beworbenen Kosten/ Investitionen förderungsfähig/ der Positivliste/ Zielrichtung des FAQ zu entsprechen. Bei den Umbaukosten und den Digitalisierungskosten empfehlen wir den SteuerberaterInnen aufzupassen und genau zu prüfen, damit keine Beihilfe zum Subventionsbetrugs durch die SteuerberaterInnen entsteht, wenn für etwas offensichtlich, d.h. zum Beispiel für die Umbaukosten nicht für ein Hygienekonzept vorgesehenes Vorhaben eine Antragstellung erfolgen soll (Beispiel: Kaminsanierung, Fenstererneuerung). 

Bei allen Ausführungen hier auf der Seite handelt es sich nur um eine unverbindliche Einschätzung (Sie sollten alle ihre diesbezüglichen Aufwendungen mit der Hotline des BMWi versuchen abzustimmen):

Es ist zwischen den beiden Halbsätzen zu den Umbaumaßnahmen und den Digitalisierungskosten zu unterscheiden.
Bei dem ersten Teil „bauliche …Maßnahmen“ steht sehr deutlich der Verweis auf die Hygienekonzepte. Bei derartigen Maßnahmen ist zu erwarten, dass in Abhängigkeit bestimmter Risikofilter und der Größenordnung der Investitionen/ des Unternehmens  von der Bewilligungsstelle entsprechende Rechnungen und Nachweise angefordert werden.  Bei zum Beispiel einer Teppich-/ Fußbodenerneuerung  wäre insofern damit zu rechnen, dass – bei vorheriger Tiefenprüfung – sogar eine Verdachtsfallmeldung erfolgen würde, sofern nicht belegt werden kann, dass der Fußbodenbelag – medizinisch geprüft – Corona-/Krankheitserreger abweisend ausgestattet ist. Es ist also eine nachvollziehbare und nachweisbare Dokumentation zwingend. Hier gilt auch, je höher die Investition, desto ausführlicher muss die Dokumentation sein. Die Bewilligungsstellen werden in den beiden Kostenposition sehr restriktiv handeln. Wenn das Digitalisierungskonzept oder das Hygienekonzept und die Optimierung der „Hygienebilanz“ nicht hinreichend nachweisbar ist, riskiert das Unternehmen mindestens eine Komplettablehnung!

1.) Hinweise zu Digitalisierungsinvestitionen

Ursprünglicher Ansatz war wohl hier, Einzelhändler auf den Weg in den Onlinehandel in der derzeitigen Pandemiesituation zu fördern. Aktuell geht es hier um die geförderte Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Entscheidend ist hier insoweit sowohl die nicht digitale Ausgangsvoraussetzung, als auch das digitale Zielbild. Hier ist eine fundierte und aussagekräftige Dokumentation mit einem Digitalisierungskonzept entscheidend. Noch zu klären wäre, wann der Ansatz der Digitalisierungskosten zeitlich genau erfolgen kann. Bei den Digitalisierungskosten sind einmalig bis zu 20.000 EUR ansetzbar, wobei der Zeitpunkt des Ansatzes nicht im FAQ detailliert aufgeführt ist. Bei den Fixkosten wird ja ansonsten auf den Zeitpunkt der Fälligkeit abgestellt.  So lange der Zeitpunkt des Ansatzes jedoch nicht eindeutig geklärt ist, muss aufgepasst werden, dass die Fälligkeit der Rechnung nicht in einem Fördermonat fällt, der nicht (mehr) oder nur noch sehr niedrig förderungswürdig ist.
An das Thema Digitalisierungskosten muss ansonsten mit gesundem  Menschenverstand herangegangen werden, zumal hier wohl letztendlich die Praxis die Regelungen konkretisieren wird.

Alleine auf einen Stecker und digitales Display abzustellen, reicht für sich allein genommen definitiv nicht für eine Förderfähigkeit für die Überbrückungshilfe III aus. Entscheidend ist, für welchen digitalen Geschäftsprozess die Investition notwendig ist und insbesondere das Ausgangs- und das Zielbild der Digitalisierung beim Unternehmen. Insoweit ist für die Überbrückungshilfe III ein aussagekräftiges Digitalisierungskonzept enorm wichtig. 

Unstrittig laut FAQ mit Stand vom 24.03.2021 sind  folgende Investitionen in Digitalisierung förderfähig:

-Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops,
-Eintrittskosten bei großen Plattformen,
-Lizenzen für Videokonferenzsysteme,
-SEO-Maßnahmen, Website-Ausbau,
-Social Media Aktivitäten,
-Kompetenz-Workshops in digitalen Anwendungen,
-Foto-/Video-Shootings, wenn sie zur Ausübung der betrieblichen oder selbstständigen Tätigkeit erforderlich sind

  • Kaffeemaschine: Diese mag vielleicht die Mitarbeiter motivieren:), digitalisiert aber auf keinen Fall die Geschäftsprozesse.
  • Waschmaschine: Sofern bisher in einer Wäscherei von Hand gewaschen wurde, dann könnte die Anschaffung der Waschmaschine tatsächlich ein Digitalisierungsschritt sein. Es ist aber nur schwer vorstellbar, dass es solche Wäscherein gibt, daher klar nicht förderfähig.
  • Trainings App: Könnte förderfähig sein, da dadurch dem Weg vom Präsenzunterricht hin zum digitalen Unterricht Rechnung getragen wird.
  • PC/Laptop: Auch hier dürfte es wohl auf den Kontext ankommen. Eine PC-/Laptopanschaffung für sich genommen, reicht definitiv nicht als Dokumentation für die Notwendigkeit der Digitalisierungskosten. Vielmehr kommt es darauf an, wofür der PC/ Laptop benötigt wird.
    Beispiel A für Förderungswürdigkeit: Ein Einzelhändler will/ muss in den Onlinehandel einsteigen. Damit er das erfolgreich umsetzen kann, sollten gemäß Digitalisierungskonzept verschiedene Rahmenbedingungen geschaffen werden. Er benötigt hierfür ein Warenwirtschaftssystem, ggf. eine Umrüstung der (veralteten) Kassentechnik, die mit dem WaWi-System kommuniziert, mit der im Geschäft direkt verkaufte Ware per Scan direkt ausgebucht wird und auch einen PC, mit dem er den Onlinehandel umsetzt und das WaWi-System steuert.
    Beispiel B für Förderungswürdigkeit: Der Kleinunternehmer hat seine Buchführung bisher papiermäßig umgesetzt und will nunmehr digitalisiert auf Unternehmen Online umstellen. Wenn er dafür einen Laptop anschaffen muss und dies erläutert/ nachweist, ist die Dokumentation plausibel.

Bei den Digitalisierungskosten sollte man also unbedingt IMMER das Vorher-Nachher-Bild sehen und dokumentieren.

 

2.) bauliche Corona-Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen zu Hygienekonzepten

2a.) Austausch ganzer Schränke, da neue Schränke mit elektronischem Schrankschließsystem angeschafft werden
Derartige Investitionen sollte man grundsätzlich kritisch und differenziert prüfen/ hinterfragen. Insofern das Unternehmen nur die Schlösser austauscht, könnte man im Einzelfall zu einer  Förderungsberechtigung tendieren. Den ganzen Schrank auszutauschen, erscheint hingegen nicht vom Richtliniengeber gewollt und eher als Mitnahmeeffekt:
Das neue elektronische Schloss trägt ja tatsächlich möglicherweise zur geringfügigen Minderung der Kontakte bei.—>Aber sowohl das Öffnen und Schließen der Tür selbst und das Verstauen und Herausnehmen der Kleidungsstücke kann nur mit Kontakt erfolgen. Wenn das Unternehmen also die Schränke austauschen/ neu anschaffen  will, steht es diesem frei. Die Bewilligungsbehörde wird wohl allenfalls das elektronische Schließsystem/die Schlösser als förderungswürdig betrachten und auch nur, wenn das elektronische Schließsystem/ diese Schlösser separat in den Rechnungen ausgewiesen sind.

2b.) Kaminsanierung
Es wird wohl eher keine Förderungsberechtigung gesehen. 

2c.) Fenstererneuerung
Es wird eher keine Förderungsberechtigung gesehen. 

2d.) Teppich- oder Fußbodenerneuerung 
Hier bedürfte es schon erheblicher Nachweise um eine Förderungswürdigkeit zu erklären. Es müsste in jedem Fall erstmal belegt werden, dass der neue Fußbodenbelag medizinisch geprüft Krankheitserreger abweisend ausgestattet ist und laut Corona-Hygienekonzept erforderlich ist.

3.) Ablaufplan für  bauliche Corona-Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen zu Hygienekonzepten
Es ist aus unserer Sicht unverändert – so lange die auch von uns geforderte Präzisierung noch nicht vorliegt – folgende Verfahrensweise – insbesondere bei Investitionen Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen ab 03/2021 – unverbindlich zu empfehlen, da hierbei ja nicht wahllos irgendwelche Umbaumaßnahmen angesetzt werden können:
1.) VOR Massnahmebeginn ein fundiertes Pandemie-/Corona-Hygienekonzept erstellt / vorgelegt wird
2.) das es sich dann tatsächlich um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen handelt
3.) dass die vorgenannten Maßnahmen eindeutig vom aufgestellten/ vorgelegten Corona-Hygiene-Konzept gedeckt/ dort mit ausreichender Begründung für erfolgreiche Umsetzung einer Corona-Hygienemaßnahme aufgeführt sind
4.) die Rechnungen der Firmen auch inhaltlich und fachlich mit dem Corona-Hygienekonzept übereinstimmen
5.) für jeden einzelnen Monat die förderfähige Höchstgrenze von 20.000 Euro beachtet wird
6.) Dokumentation erstellen, um dort die Übereinstimmung und erfolgreiche Umsetzung des Corona- Hygienekonzeptes nachzuweisen („Nur wer schreibt, der bleibt“)
7.) Bei den Umbaukosten und den Digitalisierungskosten empfehlen wir den SteuerberaterInnen aufzupassen und genau zu prüfen, damit keine Beihilfe zum Subventionsbetrugs entsteht, wenn etwas offensichtlich, d.h. nicht für ein Hygienekonzept vorgesehenes Vorhaben gefördert werden soll (Beispiel: Kaminsanierung, Fenstererneuerung)

 

NEU: 22.03.2021 Wechsel zwischen Programmen/Schlussabrechnung
Wir setzen uns mit Nachdruck dafür ein, dass mit dem Härtefallfonds, spätestens aber mit der Schlussabrechnung ein Wechsel zwischen den Programmen bzw. eine Günstigerprüfung – auch des beihilferechtlichen Rahmens  – für aller Corona-Hilfen insgesamt betrachtet möglich ist. Hier sind und bleiben wir dran! (diese Bemühungen gelten auch bezüglich des Ausschlusskriteriums -entweder Überbrückungshilfe III oder Neustarthilfe- )!
– eine gleichzeitige Inanspruchnahme der Überbrückungshilfe III und der Neustarthilfe ist zwar leider weiterhin nicht möglich.
– aber auch wenn weiterhin der von uns geforderte Wechsel von der Überbrückungshilfe III zur Neustarthilfe derzeit noch nicht vorgesehen/möglich ist, wird nunmehr zu mindestens geprüft, ob eine diesbezügliche Möglichkeit in der Schlussabrechnung geschaffen wird


NEU: 22.03.2021 Aktuell ganz NEUE Hinweise zur Handhabung im Transparenzregister für die Corona-Hilfen  bitten beachten: hier auf Transparenzregister-Kammerhomepage der Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt
(Fristsache, da die Antragsfrist (zum Beispiel für die Überbrückungshilfe II am 31.03.2021) abläuft und entweder Eintragungen im Transparenzregister vorgenommen werden müssen oder sofort Unterlagen im elektronischem Corona-Hilfe-Antragsportal nachgereicht werden müssen.
Die Vollzugshinweise für ALLE Corona-Hilfen sehen (bereits ab der Überbrückungshilfe I  !!) vor, dass VOR Antragstellung der jeweiligen Corona-Hilfe eine Eintragung des Unternehmens UND der wirtschaftlich Berechtigten des Unternehmens im Transparenzregister erfolgt sein muss bzw. die Einreichung der Gesellschafterliste MIT der Antragstellung bei der Bewilligungsstelle vorgenommen worden ist. In vielen Fällen sind die Unternehmen UND/ODER die wirtschaftliche Berechtigten nicht im Handelsregister eingetragen, so dass dies im Transparenzregister nachzuholen ist.  Zwischenzeitlich konnte durch die  Steuerberaterkammer und die Bundessteuerberaterkammer bereits erreicht werden, dass ausnahmsweise natürliche Personen und GbR`s NICHT einzutragen sind, so dass bei diesen Unternehmensformen das Problem nicht mehr besteht.
Bei (anderen) Gesellschaften; insbesondere auch Kapitalgesellschaften besteht das Problem jedoch unverändert fort. 
Die Nachholung der Eintragung von den ebenfalls UND weiterhin/ immer noch betroffenen Gesellschaften (insbesondere GmbH, UG, SE, OHG, KGaA) bzw. deren wirtschaftlichen Berechtigten ist in der Praxis vielfach bisher auch nicht im Handelsregister/ Transparenzregister geschehen und auch das in den Vollzugshinweisen/ Anträgen vorgesehene/ erklärte Hochladen der Gesellschafterlisten an die Bewilligungsstelle ist versehentlich vielfach nicht erfolgt.–>Zumal eine Zusendung an die Bewilligungsstelle praktisch nur mit gleichzeitigem Hochladen des Antrags möglich gewesen wäre.
Hier bzw. zur Heilung sollten Sie die nachstehend aufgeführten Lösungsmöglichkeiten/ Hinweise nutzen bzw. sollten Sie zur Vermeidung von Haftungsfällen nicht den Ablauf der jeweiligen Antragsfrist abwarten und auch nicht abwarten, ob eventuelle Abstimmungen mit dem BMWi tatsächlich helfen, dieses EU-Problem zu heilen.


NEU: 15.03.2021 Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht veränderten BMWi-FAQ Neustarthilfe: hier
Ab sofort Beantragung der Neustarthilfe über prüfende Dritte möglich:
Wenn man nur freiberufliche und/oder gewerbliche Einkünfte und keine Einkünfte aus einer Personengesellschaft geltend macht, kann man entweder einen Neustarthilfe-Direktantrag oder einen Antrag über prüfende Dritte stellen. Möchte man auch Umsätze aus Personengesellschaften geltend machen oder soll der Neustarthilfe-Antrag für eine Ein-Personen-Kapitalgesellschaft gestellt werden, dann IST der Antrag über einen prüfenden Dritten zu stellen.
Auch wenn wir uns dafür einsetzen, dass in der Schlussabrechnung/ Härtefallfond eine nochmalige Prüfung der Hilfen/ Wahlrechte stattfindet, sollte derzeit unbedingt vor der Antragstellung der Neustarthilfe/ Überbrückungshilfe III eine Vergleichsberechnung vorgenommen werden. 
Zu einem späteren Zeitpunkt kann die Neustarthilfe auch von Kapitalgesellschaften mit bis zu vier Gesellschaftern beantragt werden, sofern mindestens ein Gesellschafter mindestens 25% der Anteile an der Kapitalgesellschaft hält und in einem Umfang von mindestens 20 vertraglich vereinbarten Arbeitsstunden pro Woche von der Gesellschaft beschäftigt wird. Das BMWi bittet noch um etwas Geduld bis zur Öffnung der Antragstellung für solche Kapitalgesellschaften.
NEU: 12.03.2021 Das BMWi programmiert derzeit immer noch die Upload-Schnittstelle für die Rechnungswesenprogramme zur Überbrückungshilfe III und wird diese nach Fertigstellung zur Verfügung stellen. Danach können die Software-Anbieter ihre Schnittstellen darauf anpassen/ freigeben. 
NEU: 12.03.2021 Seit heute steht den Bewilligungsstellen das Fachverfahren ÜH III zur Verfügung. Durch die Missbrauchsfälle wurden die Prüfroutinen und die Registrierung im Antragsportal verschärft. Die regionalen Bewilligungsstellen können dann Bewilligungen der Restzahlungen der Überbrückungshilfe III  nun schon wohl ab ab Ende 11. KW. 2021 (19.03.2021) vornehmen.
NEU: 11.03.2021 Es werden ab sofort wieder Abschlagszahlungen vorgenommen, auch zur Überbrückungshilfe III. Danke allen Beteiligten für die schnelle Identifizierung der Betrüger!!
NEU: 11.03.2021 Es werden ab sofort wieder Abschlagszahlungen vom Bund vorgenommen, auch zur Überbrückungshilfe III. Danke allen Beteiligten für die schnelle Freischaltung und Lösung! 
NEU: 10.03.2021 Das BMWi prüft derzeit einige Missbrauchsfälle/Registrierungsmissbrauch (bei Abschlagszahlungen und Restauszahlungen) zu Lasten prüfender Dritte/ Unternehmen (Übernahme/ Vortäuschung der Identität von prüfenden  Dritten) in mehreren Bundesländern insbesondere bei der Überbrückungshilfe III, was derzeit noch zu Verzögerungen bei der Auszahlung der Corona-Hilfen (insbesondere bei den Abschlagszahlungen vom BMWi, die derzeit kurzzeitig angehalten worden sind) führt. Wir setzen uns dafür ein, dass die Auszahlung der Abschläge in den nächsten Tagen wieder aufgenommen wird. Corona-Hilfe-Anträge können und sollten aus unserer Sicht unverändert weiterhin gestellt werden. Manuell von den Bewilligungsstellen der Länder vor Ort bearbeitete/ geprüfte Anträge zur Überbrückungshilfe II sowie der November- und Dezemberhilfen im regulären Fachverfahren finden weiterhin statt und werden auch weiterhin ausgezahlt. Insoweit geht es derzeit um offene ABSCHLAGSzahlungen für neue/ offene Anträge. Das BMWi arbeitet fieberhaft an dem Problem und verstärkt/ modifiziert dazu zudem die Vorprüfungsfälle und Stichproben.
Wir sind als Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt – auch gestern vom 09.-.10.03.2021 die gesamte Nacht! – zusammen mit der BStBK und der Datev dabei, Informationen vom BMWi zu bekommen und weitere Maßnahmen – soweit es jetzt mit der Datenlage/ unseren Mitteln möglich/ erkennbar – zu veranlassen und den Berufsstand zu unterstützen.  Da es wohl Registrierungsmissbräuche/ Sobald weitere verlässliche Informationen zum Umfang und zur Vorgehensweise vorliegen, werden wir unsere Mitglieder – wie gehabt – weiter informieren.
PM BMWi „Es besteht in einigen Fällen der Verdacht, dass unrechtmäßig staatliche Hilfsgelder bei den Corona-Hilfen erschlichen wurden. Unmittelbar nach Kenntnis von Unregelmäßigkeiten wurden die zuständigen Stellen und strafrechtlichen Ermittlungsbehörden informiert. Diese haben – wie bereits am 5. März mitgeteilt – bereits Ermittlungen aufgenommen. Daher werden die Abschlagszahlungen derzeit einer Prüfung unterzogen und sind kurzfristig angehalten. Sie stehen in Kürze wieder zur Verfügung. Die Bearbeitung und Auszahlung der Überbrückungshilfe II sowie der November- und Dezemberhilfen im regulären Fachverfahren durch die Bewilligungsstellen der Länder findet weiterhin statt. Nähere Einzelheiten zu den Betrugsverdachtsfällen können wir angesichts der aktuell laufenden Ermittlungen nicht mitteilen. Es ist schade und bedauerlich, dass hier versucht wird, die Not unserer Unternehmen in der Coronakrise auszunutzen und sich die von vielen dringend benötigte staatliche Hilfe zu erschleichen.“
NEU: 09.03.2021 Es ist erreicht: Das BMWi wird für die Überbrückungshilfe III in Kürze eine medienbruchfreie Schnittstelle für die Rechnungswesenprogramme programmieren/freischalten.
NEU: 08.03.2021 Datev wird das überarbeitete Excel-Tool zur Überbrückungshilfe III am 08.03.2021 um 19.00 Uhr bereitstellen 
NEU: 08.03.2021 Derzeit wird im März 2021 das Fachverfahren für die Überbrückungshilfe III programmiert, damit – wenn alles klappt und für die Länder  freigegeben/ übermittelt wird  – anschließend ab frühestens 11. KW 2021  die regionalen Bewilligungsstellen Einsicht  in die Anträge und erste Anfragen an die Steuerberater stellen können. Eine Bewilligung/ Bescheiderteilung ist damit aber technisch noch nicht möglich. Die regionalen Bewilligungsstellen können dann Bewilligungen der Restzahlungen der Überbrückungshilfe III wohl ab ca. Ende März 2021  (ab ca. 13./14. KW 2021) vornehmen. 
NEU: 05.03.2021  Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht hier: aktualisierten BMWi-FAQ zur Überbrückungshilfe III  (wegen förderfähiger Kosten)
NEU: Ministerium der Finanzen Sachsen-Anhalt: Finanzämter in Sachsen-Anhalt versuchen aktuell weiterhin, die Steuerbescheide mit Solidaritätszuschlag zu identifizieren/ herabzusetzen
hier: Schreiben vom 04.03.2021 des Ministeriums der Finanzen zum Solidaritätszuschlag 
NEU: 05.03.2021 Bundesrat billigte soeben diverse steuerliche Entlastungen und Änderungen hier
NEU: 05.03.2021  Hinweis zu baulichen Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen zur Überbrückungshilfe III: Es ist aus unserer Sicht – so lange keine Präzisierung vorliegt – folgende Verfahrensweise – insbesondere bei Investitionen ab 03/2021 – unverbindlich zu empfehlen, da hierbei ja nicht wahllos irgendwelche Umbaumaßnahmen angesetzt werden können.
Wichtig ist:
1.) das VOR Maßnahmebeginn ein fundiertes Pandemie-/Hygienekonzept erstellt / vorgelegt wird
2.) das es sich dann tatsächlich um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen handelt
3.) dass die vorgenannten Maßnahmen eindeutig vom aufgestellten/ vorgelegten Hygienekonzept gedeckt/ dort mit ausreichender Begründung für erfolgreiche Umsetzung einer Hygienemaßnahme aufgeführt sind
4.) die Rechnungen der Firmen auch inhaltlich und fachlich mit dem Hygienekonzept übereinstimmen
5.) für jeden einzelnen Monat die förderfähige Höchstgrenze von 20.000 Euro beachtet wird
6.) Dokumentation erstellen, um dort die Übereinstimmung und erfolgreiche Umsetzung des Hygienekonzeptes nachzuweisen („Nur wer schreibt, der bleibt“)
NEU: 04.03.2021 BMWi veröffentlicht Kurzanleitung zur Erstellung eines Änderungsantrags zur Überbrückungshilfe II und November-/Dezemberhilfe hier Kurzableitung zum Änderungsantrag
NEU: 04.03.2021 BMWi veröffentlicht Leitfaden zu Verbundunternehmen für die Überbrückungshilfe I-III sowie zur November- und Dezemberhilfe  hier: Leitfaden-Corona-Beihilfen-Verbundunternehmen
  (einige aufgeführte Beispiele sind noch strittig; u.a. Seite 6 Nr. 4b) 
NEU: 04.03.2021- Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht hier: aktualisierten BMWi-FAQ zur Überbrückungshilfe III  wegen einiger Klarstellungen und wegen Öffnung auf über 750 Millionen Euro:
– 1.) Wegfall der 750 Millionen Euro-Umsatzgrenze, damit Antragsberechtigung auch für Unternehmen mit mehr als 750 Millionen Euro Umsatz
– 2.) Punkt 1.1 Absatz 2 Neuformulierung
„Von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses betroffene Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie sowie Unternehmen der Pyrotechnikbranche, des Großhandels und der Reisebranche sind auch dann antragsberechtigt, wenn sie im Jahr 2020 einen Umsatz von mehr als 750 Mio. Euro erzielt haben.“

3.) Fußnotenpräzisierungen (Hinweise, Änderungen und Ergänzungen)
3a.) Ergänzung zu Fußnote 1
          – „Als Soloselbstständige gelten Antragsteller, die zum Stichtag 31. Dezember 2020 weniger als einen
              Vollzeitmitarbeiter beschäftigten.“ (lediglich Abbildung der Vollzugshinweise)
           – Der Nachweis der Soloselbstständigkeit im Haupterwerb ist auch anhand des Februar 2020 möglich (Anpassung 
              an die bisherige Regelung zur Überbrückungshilfe I-II) 

3b.) Hinweis zu Fußnote 3 
Es wird hingewiesen, dass die Regelung, dass  ein Umsatzrückgang von zumindest 30 Prozent erforderlich ist,  von der EU beihilferechtlich vorgegeben ist und somit keine individuelle Verringerung für das BMWi möglich ist

3c.) Ergänzung und Änderung zu Fußnote 7  zu Punkt 1.1 Absatz 2
Durch Wegfall der 750 Millionen Euro Umsatzgrenze ist eine Präzisierung vorgenommen worden, dass die unter obigen Punkt 1.1 Absatz 2 aufgeführten Unternehmen auch dann antragsberechtigt sind, wenn sie Teil einer internationalen Unternehmensgruppe sind, deren Umsatz 750 Millionen Euro übersteigt.

3d.) Ergänzung zu Fußnote 20
Durch Wegfall der 750 Millionen Euro Umsatzgrenze ist eine Präzisierung vorgenommen worden, dass die obigen  aufgeführten größeren Unternehmen auch dann antragsberechtigt sind, wenn sie Teil einer internationalen Unternehmensgruppe sind, deren Umsatz 750 Millionen Euro übersteigt.

NEU: 03.03.2021 Die Beantragung der Neustarthilfe für prüfende Dritte (Steuerberater) wird im März 2021  programmiert und voraussichtlich bis Ende März 2021 auch freigeschaltet werden.
NEU: 03.03.2021 Seit 03.03.2021 können große Unternehmen bei der Überbrückungshilfe III bis zu 1,5 Millionen monatlich erhalten. Die bisherige Grenze für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von unter 750 Millionen Euro ist weggefallen. Verbundene Unternehmen Unternehmen können bis zu 3 Millionen bei der Überbrückungshilfe III erhalten.   
NEU: 03.03.2021 Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht hier: aktualisierten BMWi-FAQ zur Beihilferegelung (für alle Programme) 
NEU: 03.03.2021 Bundessteuerberaterkammer veröffentlicht   hier in Kürze : aktualisierten BStBK-FAQ zur Beihilferegelung (für alle Programme)
NEU: 03.03.2021 Derzeit wird im März 2021 das Fachverfahren für die Überbrückungshilfe III programmiert, damit – wenn alles klappt und für die Länder  freigegeben/ übermittelt wird  – anschließend die regionalen Bewilligungsstellen die Bearbeitung und Bewilligung der Restzahlung der Überbrückungshilfe III vornehmen können.  
NEU: 03.03.2021 Nochmalige Phishing-Warnung der Europäischen Union vom 24.02.2021 wegen der Corona-Hilfen: hier „Betrüger zielen erneut mit angeblichen Corona-Überbrückungshilfen auf T-Online-Nutzer. Erneut kursieren massenhaft Emails mit einem falschen Antragsformular für eine Corona-„Überbrückungshilfe Teil 3“ der Bundesregierung für Unternehmen. Die Absender geben sich in betrügerischer Absicht als Mitarbeiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland aus. Betroffen sind wieder Nutzerinnen und Nutzer des Email-Dienstes von T-Online. Öffnen Sie diese Emails nicht! Die Emails kommen nicht von der Europäischen Kommission. Es handelt sich um den Versuch böswilliger Akteure, an sensible Unternehmensdaten zu kommen. Die Polizei ist informiert.“
NEU: 01.03.2021 – wir setzen uns derzeit dafür ein, dass doch wieder eine Schnittstelle vom Buchführungsprogramm ins Antragsportal implementiert wird; der Bund prüft nun die Umsetzung einer solchen Schnittstelle in das Antragsportal  
NEU: 01.03.2021 Die Höhe der Abschlagszahlungen zur Überbrückungshilfe III wurden auf 800.000 Euro (statt bisher 400.000 Euro: bisher 4 Monate * mtl. 100.000 Euro je Fördermonat = 400.000 Euro) erhöht.
NEU: 01.03.2021 Es wird in Kürze (ab ca. Mitte März 2021)  die Möglichkeit geben, Änderungsanträge zur Überbrückungshilfe III geben.
NEU:  01.03.2021 Bundessteuerberaterkammer veröffentlicht   hier: aktualisierten BStBK-FAQ zur Überbrückungshilfe III
NEU: Änderungen im FAQ des Bundeswirtschaftsministeriums vom 01.03.2021:
a.) Antragsberechtigung:
– auch der Auf- bzw. Ausbau eines Online-Handels kann die erhöhten Umsätze von 2020 im Vergleich zu 2019 begründen
Der Nachweis des Antragstellers, individuell von einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch betroffen zu sein, kann zum Beispiel geführt werden, wenn der Antragsteller in einer Branche tätig ist, die von staatlichen Schließungsanordnungen betroffen ist. 
– Kleine und Kleinstunternehmen (gemäß Anhang I der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (EU) Nr. 651/2014) sowie Soloselbständige oder selbständige Angehörige der freien Berufe können wahlweise den jeweiligen monatlichen Durchschnitt des Jahresumsatzes 2019 zum Vergleich heranziehen.

Nicht gefördert werden Umsatzausfälle, die z.B. nur aufgrund regelmäßiger saisonaler oder anderer dem Geschäftsmodell inhärenten Schwankungen auftreten. Ausgenommen von diesem Ausschluss sind kleine und Kleinstunternehmen (gemäß Anhang I der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (EU) Nr. 651/2014), Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der freien Berufe, welche von dem Wahlrecht Gebrauch machen, den jeweiligen monatlichen Durchschnitt des Jahresumsatzes 2019 zur Bestimmung des Referenzumsatzes heranzuziehen.

b.) Präzisierung Umsatzdefinition
c.) Präzisierung Förderungshöhe
d.) Präzisierung Bedeutung der Beschäftigtenzahl
e.) Beschäftigtenzahl
In Branchen, deren Beschäftigung saisonal stark schwankt, kann zur Ermittlung der Beschäftigtenzahl alternativ auch einer der beiden folgenden Bezugspunkte herangezogen werden
1. der Jahresdurchschnitt der Beschäftigten in 2019 oder
2. Beschäftigte im jeweiligen Monat des Jahres 2019 oder eines anderen Monats des Jahres 2019 im Rahmen der Fördermonate.
f.) Fixkosten
Sämtliche betriebliche Fixkosten der Ziffern 1 bis 10 (Nr. 15 ist hier nicht mehr aufgeführt!) sind nur dann förderfähig, wenn sie vor dem 1. Januar 2021 privatrechtlich bzw. hoheitlich begründet worden sind, soweit nicht anders angegeben. Davon ausgenommen sind Fixkosten, die nach dem 1. Januar 2021 entstehen und betriebsnotwendig sind, beziehungsweise zur Aufrechterhaltung des Betriebs erforderlich sind (z.B. Leasingverträge, die ausgelaufen sind, und ein vorher vorhandenes, erforderliches Objekt (z.B. Fahrzeug) durch ein neues ersetzen. Dabei sind maximal die Kosten in bisheriger Höhe ansetzbar
Positivliste:
Afa:  Planmäßige handelsrechtliche Abschreibungen für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens und Corona-bedingte außerplanmäßige handelsrechtliche Abschreibungen für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens
Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen:

  • Zur Berücksichtigung der besonderen Corona-Situation werden hier auch Hygienemaßnahmen einschließlich investive Maßnahmen berücksichtigt, die nicht vor dem 1. Januar 2021 begründet sind (z.B. die Anschaffung mobiler Luftreiniger durch Hepafilter oder UVC-Licht und die Nachrüstung bereits bestehender stationärer Luftreiniger durch Hepafilter oder UVC-Licht, Maßnahmen zur temporären Verlagerung des Geschäftsbetriebs in Außenbereiche).
  • Förderfähige Hygienemaßnahmen umfassen u.a. Einmalartikel zur Umsetzung von Hygienemaßnahmen, wie Schnelltests, Desinfektionsmitteln und Schutzmasken.
  • Dazu rechnet auch die Schulung von Mitarbeiter/innen zu Hygienemaßnahmen
  • Besucher-/Kundenzählgeräte
  • Förderfähige Hygienemaßnahmen umfassen nicht variable Kosten, z.B. Anbietung zusätzlicher Fahrzeuge bei Reiseunternehmen.

Bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen bis zu 20.000 Euro pro Monat zur Umsetzung von Hygienekonzepten. Investitionen in Digitalisierung einmalig bis zu 20.000 Euro.

Förderfähig sind Kosten, die im Zeitraum März 2020 bis Juni 2021 angefallen sind. Das Fehlen einer Schlussrechnung steht der Erstattungsfähigkeit der Kosten nicht entgegen; eine reine Beauftragung der baulichen Maßnahmen reicht hingegen nicht aus (mindestens Zwischenrechnungen erforderlich).

Die Kosten, die AB November 2020 anfallen, SIND dem jeweiligen Fördermonat zuzuordnen.
Die Kosten März 2020 bis Oktober 2020 KÖNNEN  FREI auf den Förderzeitraum verteilt werden. Dabei ist für jeden einzelnen Monat die Höchstgrenze von 20.000 Euro zu beachten. 
(Anmerkung: Dies dürfte in der Praxis bedeuten:
– dass ein Hygienekonzept vor dem Maßnahmebeginn vorliegen muss
– dass der prüfende Dritte dieses Maßnahmen/ Kosten mit diesem Hygienekonzept abprüfen muss
– dass unbedingt Zwischenrechnungen monatlich geschrieben werden sollten 
– dass höhere Beträge in einem Monat auf 20.000 Euro gedeckelt werden).

Bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen umfassen z. B. Abtrennungen, Teilung von Räumen, Absperrungen oder Trennschilder.

Außerdem können unter denselben Voraussetzungen auch Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) einmalig bis zu 20.000 Euro als erstattungsfähig anerkannt werden. Anschaffungskosten von IT-Hardware sind dabei ansetzungsfähig, unter der Voraussetzung, dass diese zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung noch im Unternehmen vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, ist eine Rückzahlung der dafür erhaltenen Förderung fällig. 

g.) Sonderregelung für Reisebranche

h.)  Sonderreglung für die Veranstaltungs- und Kulturbranche 
Erweiterung der Wirtschaftszweige

i.)Beantragung Überbrückungshilfe III 

Bei der Überbrückungshilfe III ist für jede Antragstellerin bzw. jeden Antragsteller maximal eine Antragstellung möglich. Diese kann durch einen Änderungsantrag ergänzt werden, sobald diese Funktion verfügbar ist (vgl. 3.7 und 3.16).

Bei der Überbrückungshilfe III ist es möglich, einen Antrag über die vollen acht Fördermonate (November 2020 bis Juni 2021) zu stellen. Das ist auch sinnvoll, da die Höhe der Abschlagszahlung auch von der Anzahl der beantragten Fördermonate abhängt. Würde man für einen kürzeren Zeitraum beantragen, würde auch die Abschlagszahlung entsprechend geringer ausfallen. Ebenso werden so Verzögerungen bei der Auszahlung vermieden.

Bei einer Beantragung bis Juni 2021 sind für die Monate nach Antragstellung Prognosen anzustellen. Um den Antragsteller vor hohen Rückzahlungsforderungen zu schützen, ist es nachvollziehbar, wenn die Prognose eher vorsichtig ausfällt. Sollte sich zeigen, dass der tatsächliche Umsatzeinbruch höher liegt als der prognostizierte, kann ein Änderungsantrag gestellt werden, sobald diese Funktion verfügbar ist.

Eine Beantragung für einen kürzeren Zeitraum als acht Monate (z.B. November 2020 bis Februar 2021) ist grundsätzlich möglich.

Dann fallen die Abschlagszahlungen entsprechend geringer aus. Weitere Monate können dann per Änderungsantrag beantragt werden, sobald diese Funktion verfügbar ist. In diesem Fall können sich abhängig von der Bearbeitung durch die Bewilligungsstellen in den einzelnen Ländern Verzögerungen zwischen der Stellung von Änderungsanträgen und der Auszahlung ergeben.

j.) Verhältnis Überbrückungshilfe III zu Überbrückungshilfe I-II/ November-/ Dezemberhilfe 
Unternehmen, die November- und/oder Dezemberhilfe erhalten, sind entsprechend für November- und/oder Dezember für die Überbrückungshilfe III nicht antragsberechtigt. Die Überbrückungshilfe III kann in solchen Fällen nur dann beantragt werden, wenn die Anträge auf November- und/oder Dezemberhilfe zuvor zurückgenommen wurden. An der genauen Ausgestaltung und der technischen Umsetzung wird gearbeitet.

k.) Verhältnis Überbrückungshilfe und weitere nicht Corona-bedingte Hilfen?
Kosten können nur einmal erstattet werden

l.) Beihilferecht
Anpassung der Höchstbeträge/ Wahlrechte

m.) Ergänzung Punkt 5.4 bei neu gegründeten Unternehmen 

Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020 gegründet worden sind, können als Vergleichsumsatz wahlweise den jeweiligen Monat im Jahr 2019 heranziehen, den durchschnittlichen monatlichen Umsatz des Jahres 2019, den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 oder den durchschnittlichen Monatsumsatz in den Monaten Juni bis September 2020 in Ansatz bringen. 

n.) Präzisierung Punkt 5.6 bei Änderung der Struktur des Unternehmens 
….Bei Unternehmensfortführung im geringeren Umfang sind entsprechende Kürzungen vorzunehmen. Dies gilt analog auch für Spaltung/Realteilung/Verkauf eines Teilbetriebs zwischen 1. Januar 2019 und Dezember 2020. Analog können entsprechende Kürzungen vorgenommen werden bei Neugründung oder Kauf eines Unternehmens oder einer eindeutig abgrenzbaren Betriebsstätte zwischen 1. Januar 2019 und 30. Juni 2021 (Wahlrecht). Das bedeutet: Fallen Betriebsstätten oder verbundene Unternehmen zwischen 1. Januar 2019 und 30. Juni 2021 weg, so sind deren Umsätze und Kosten herauszurechnen; kommen verbundene Unternehmen oder Betriebsstätten zwischen 1. Januar 2019 und 30. Juni 2020 hinzu, so können deren Umsätze und Kosten wahlweise beide mit berücksichtigt oder beide herausgerechnet werden (bei Kauf auf Basis der Unterlagen des Vorgängers). Die Zuschüsse sind zurückzuzahlen, wenn der Antragssteller seine Geschäftstätigkeit vor dem 30. Juni 2021 dauerhaft einstellt. Eine Auszahlung der Zuschüsse an Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb eingestellt haben oder das Insolvenzverfahren angemeldet haben, ist ausgeschlossen

o.) Berechnung der rückwirkenden Kosten der Veranstaltungs- und Kulturbranche
Präzisierungen, aber an der technischen Umsetzung wird noch weiter gearbeitet.

p.) Sonderregelung für de Einzelhandel zu Abschreibungen

Für Einzelhändler wird die Abschreibungsmöglichkeit unter Ziffer 4 der förderfähigen Maßnahmen unter den folgenden Voraussetzungen auf das Umlaufvermögen erweitert, sofern es sich um Wertverluste aus verderblicher Ware[1] oder sonst einer dauerhaften Wertminderung unterliegenden Ware (d.h. saisonale Ware der Wintersaison 2020/2021) handelt.

Die Sonderregelung kann in Anspruch genommen werden von Unternehmen des Einzelhandels. Das gilt auch für Kooperationen von Einzelhändlern. Dabei darf die Sonderregelung entweder von der Einkaufskooperation oder von dem Einzelhändler in Anspruch genommen werden. Eine Abschreibung derselben Ware sowohl beim Einzelhändler als auch bei der Einkaufskooperation ist nicht zulässig. Hersteller und Großhändler von verderblicher Ware für die Gastronomie und den Garten- und Gemüsebau (Zierpflanzenerzeuger) können die Sonderregelung für Einzelhändler ebenfalls in Anspruch nehmen. Eine Abschreibung derselben Ware bei verschiedenen Unternehmen ist nicht gestattet. Unternehmen, die im Vergleichsmonat in 2019 mindestens 70 % ihres Umsatzes mit stationärem Handel erzielten, gelten für Zwecke dieser Regelung als antragsberechtigt.

 

Bei der nach den Regeln der handelsrechtlichen Rechnungslegung vorzunehmenden Warenwertabschreibung können ausschließlich aktuelle Wintersaisonwaren zum Ansatz gebracht werden, die vor dem 1. Januar 2021 eingekauft wurden und bis 28. Februar 2021 ausgeliefert wurden. Maßgeblich zur Bestimmung des Einkaufsdatums ist der Zeitpunkt der verbindlichen Bestellung. Aktuelle Wintersaisonwaren umfassen nicht die Ware, die bereits in der vorherigen Wintersaison 2019/2020 oder davor zum Verkauf angeboten wurde. Wintersaisonware ist Ware, die nicht saisonübergreifend im Sortiment des Händlers bzw. der Einkaufskooperation vorhanden ist und stark überdurchschnittlich in den Wintermonaten abgesetzt wird. Bei Waren, die regelmäßig ein- und verkauft werden, wird keine dauerhafte Wertminderung angenommen.

Die Warenwertabschreibung berechnet sich aus der Differenz der kumulierten Einkaufspreise und der kumulierten Abgabepreise für die gesamte betrachtete Ware. Die gesamte betrachtete Ware bezieht sich hierbei auf förderfähige Ware im Sinne dieser Sonderregelung (d.h. verderbliche Ware oder sonst einer dauerhaften Wertminderung unterliegende Ware). Sonstige Ware, die nicht als förderfähig im Sinne dieser Sonderregelung gilt, bleibt bei der Berechnung der Warenwertabschreibung unberücksichtigt.

Für die Ermittlung der kumulierten Einkaufspreise sind auch aktivierungspflichtige Anschaffungsnebenkosten nach § 255 Abs. 1 HGB zu berücksichtigen. Sonstiger Aufwand bleibt unberücksichtigt; dies gilt insbesondere für den sonstigen Einkaufs- und Verkaufsaufwand.

Für die Ermittlung der kumulierten Abgabepreise kann das Unternehmen Wertberichtigungen nach den Regeln der handelsrechtlichen Rechnungslegung zur Ermittlung der Warenwertabschreibung heranziehen. Von den so berechneten Warenabschreibungen können 100 Prozent als Fixkosten zum Ansatz gebracht werden. Zur Vereinfachung können bei Antragstellung für die Wertberichtigung pauschalierte Werte angesetzt werden. Als Stichtag, ab dem die Kumulierung der Abgabepreise vorgenommen wird, gilt der 31. Dezember 2020 oder ein späterer Zeitpunkt nach Wahl des Antragstellers. Bei der Schlussrechnung ist eine Einzelbewertung der Bestände vorzunehmen. Stichtag für diese Bewertung ist der 30. Juni 2021.

Eine Vernichtung von einer dauerhaften Wertminderung unterliegenden Ware ist zu vermeiden. Deshalb sind für die Ermittlung des förderfähigen Betrags die kumulierten Abgabepreise mit wenigstens 10 % der kumulierten Einkaufspreise anzusetzen. Wird unverkäufliche Ware für wohltätige Zwecke gespendet, kann ein Abgabepreis von Null angesetzt werden.

Die summierten förderfähigen Kosten (für die gesamte betrachtete Ware) können frei auf die Fördermonate der Laufzeit der Überbrückungshilfe aufgeteilt werden, für die der Antragsstellende antragsberechtigt ist. Eine monatliche Höchstgrenze für die ansatzfähigen Abschreibungen pro Fördermonat existiert nicht, allerdings sind bei der Aufteilung der förderfähigen Fixkosten auf die Fördermonate die allgemeinen Obergrenzen für die Zuschüsse pro Fördermonat zu beachten (vgl. 2.1). Die Erstattung dieser so aufgeteilten Summe erfolgt – wie auch bei den anderen Fixkosten in diesem Fördermonat – anhand des jeweiligen Umsatzeinbruchs im entsprechenden Fördermonat. Antragsstellende dürfen die für sie günstigste Aufteilung vornehmen.

Dabei sind umfassende Dokumentations- und Nachweispflichten für den jeweiligen Verbleib bzw. des Restwerts der Waren zum Zeitpunkt des Programmendes (30. Juni 2021) zu erfüllen. Insbesondere müssen für die Schlussabrechnung Inventurbewertungen oder andere stichhaltige Belege für Warenbestand und seine Veränderungen, inklusive Bewertung, vorgelegt werden. Eine Erklärung des Antragstellers zu Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben und eine Bestätigung durch den prüfenden Dritten zur Plausibilität der Angaben ist mit der Schlussabrechnung vorzulegen.

Die Regelung kann auch von Unternehmen, die nicht bilanzierungspflichtig sind, in Anspruch genommen werden.

Beispiele:

Ein Textileinzelhändler hat 2020 für 150.000 Euro (netto, einschl. zu aktivierender Anschaffungsnebenkosten) Saisonware (Wintermode) verbindlich geordert. Es wurde geliefert im Oktober 2020 Ware für 100.000 Euro und im Januar 2021 Ware für 50.000 Euro. Bis zum Beginn des Corona-bedingten Lockdown am 16.12. 2020 konnte er einen Teil der Ware (Einkaufspreis von 50.000 Euro) verkaufen, und damit einen Umsatz in Höhe von 150.000 Euro erzielen (Handelsspanne 200 %). Der Rest der Ware (Einkaufspreis von 100.000 Euro) konnte wegen der Schließung der Geschäfte noch nicht abgesetzt werden.

Um bei der Überbrückungshilfe III den Wertverlust der Saisonware als förderfähige Kosten geltend machen zu können, nimmt der Händler zu einem selbst gewählten Stichtag, z.B. dem Zeitpunkt der Antragstellung, eine Bewertung seines Bestands an Saisonware nach den Regeln der handelsrechtlichen Rechnungslegung vor. Er muss dazu keine Einzelwertberechnung vornehmen, sondern kann den Wertverlust pauschaliert berechnen. Zu bewerten ist also ein Warenbestand mit einem Einkaufspreis von 100.000 Euro. Der bereits verkaufte Teil der Ware (Einkaufspreis von 50.000 Euro) bleibt hingegen unberücksichtigt. Der Händler bewertet

  • einen Teil des Warenbestands mit einem EK von 50.000 Euro mit einem Restwert von 25.000 Euro (pauschaler Abschlag 50 %)
  • einen Teil des Warenbestands mit einem EK von 30.000 Euro mit einem Restwert von 6.000 Euro (Abschlag 80 %)
  • einen Teil des Warenbestands mit einem EK von 20.000 Euro als unverkäuflich. Er setzt ihn deshalb mit einem Restwert von 2.000 Euro an (Mindestrestwert: 10 %).

Der gesamte Warenbestand an Saisonware mit einem EK von 100.000 Euro hat einen Restwert von 33.000 Euro (25.000 + 6.000 + 2.000 Euro). Der Wertverlust beträgt

100.000 Euro – 33.000 Euro = 67.000 Euro.

Der Händler kann diesen Betrag zu 100 % als förderfähige Fixkosten in der Überbrückungshilfe III geltend machen. Dabei ist er frei, den Wertverlust in einem Monat im Förderzeitraum geltend zu machen, oder auf mehrere Monate zu verteilen. Es ist nicht notwendig, dass die Erstattung in einem Monat geltend gemacht wird, an dem die Ware vollständig geliefert wurde.

Hat zum Beispiel der Händler im November 2020 einen Umsatzeinbruch von 50 % (Erstattungssatz: 60 %) und im Februar 2021 einen Umsatzeinbruch von 80 % (Erstattungssatz: 90 %), ist es zulässig, den Wertverlust vollständig im Monat Februar 2021 geltend zu machen. Im obigen Beispiel könnte der Händler deshalb eine Förderung von 60.300 Euro (90 % von 67.000) für Wertverluste seiner Saisonware erhalten.

Nach Beendigung des Lockdown gelingt es dem Händler aus seinem Warenbestand an Saisonware noch

  • einen Teil des Warenbestands mit einem EK von 50.000 Euro zu einem VK von 000 Euro
  • einen Teil des Warenbestands mit einem EK von 20.000 Euro mit einem Restwert von 5.000 Euro verkaufen.

Der verbleibende Teil des Warenbestands mit einem EK von 30.000 Euro konnte nicht verkauft werden. Der Händler geht davon aus, diesen Warenbestand auch im nächsten Winter nicht mehr absetzen zu können und bewertet ihn mit dem Mindestrestwert von 3.000 Euro. Der prüfende Dritte bestätigt die Plausibilität dieser Angaben.

Für die Schlussabrechnung (Stichtag Programmende 30.06.) hat der Händler deshalb für seine Saisonware

Kumulierte Einkaufspreise in Höhe von 100.000 Euro

Kumulierte Abgabepreise und Restwerte in Höhe von 28.000 Euro

zugrunde zu legen. Der tatsächliche Wertverlust beträgt deshalb 72.000 Euro und damit 5.000 Euro höher als bei Antragstellung geschätzt. Der Händler kann deshalb eine Nachzahlung in Höhe von 4.500 Euro (90 % von 5.000 Euro) erhalten. Im Ergebnis hat er für die durch den Lockdown schwer oder nicht verkäufliche Saisonware zum EK von 100.000 Euro  einen Betrag von 92.800 Euro (28.000 VK und 64.800  Förderung) erhalten.

Stellt sich in der Schlussabrechnung heraus, dass der Umsatzeinbruch des Händlers im Erstattungsmonat nicht bei 80 %, sondern nur bei 50 % lag, reduziert sich entsprechend auch der Erstattungssatz auf den Wertverlust von 90 % auf 60 % und die Nachzahlung fällt geringer aus. Bei der Wahl des Monats, in dem der Händler den Wertverlust geltend macht, ist es deshalb empfehlenswert, einen der Lockdown-Monate zu wählen, in denen der Umsatzeinbruch besonders hoch lag.

Die Bewertung erfolgt zum Programmende (30.06.2021). Nach dieser muss der Wertverlust der Saisonware nicht weiter nachgehalten werden.

Variante 1: Im obigen Beispiel macht der Händler bei Antragstellung einen Wertverlust von 67.000 Euro geltend und erhält eine Förderung in Höhe von 60.300 Euro. Während des Lockdown betreibt der Händler einen Online-Shop über den er von dem gesamten Warenbestand mit einem EK von 100.000 Euro einen Teil mit einem EK von 20.000 Euro zu einem VK von 25.000 Euro absetzt. Nach Beendigung des Lockdown gelingt es dem Händler aus seinem Warenbestand an Saisonware noch

  • einen Teil des Warenbestands mit einem EK von 30.000 Euro zu einem VK von 000 Euro
  • einen Teil des Warenbestands mit einem EK von 20.000 Euro mit einem Restwert von 5.000 Euro verkaufen.

Der verbleibende Teil des Warenbestands mit einem EK von 30.000 Euro konnte nicht verkauft werden. Der Händler geht davon aus, diesen Warenbestand auch im nächsten Winter nicht mehr absetzen zu können und bewertet ihn mit dem Mindestrestwert von 3.000 Euro. Der prüfende Dritte bestätigt die Plausibilität dieser Angaben.  

In diesem Fall ergibt sich als Differenz

der kumulierten Einkaufspreise von 100.000 Euro und

der kumulierten Abgabepreise und Restwerte von 45.000 Euro (25.000 + 12.000 + 5.000 + 3.000)

ein Betrag von 55.000 Euro. Der Händler hat deshalb Anspruch auf eine Förderung von 49.500 Euro (90 % von 55.000). Da er bei Antragstellung eine Förderung von 60.300 Euro erhalten hatte, muss er die Differenz von 10.800 Euro bei der Schlussabrechnung zurückzahlen.

Im Ergebnis hat der Händler diesmal hat für die durch den Lockdown schwer oder nicht verkäufliche Saisonware zum EK von 100.000 Euro einen Betrag von 94.500 Euro (45.000 VK und 49.500 Förderung) erzielt. Obwohl die Förderung in dieser Variante niedriger ausfiel, steht der Händler finanziell besser als in dem Beispiel ohne Online-Shop.

Variante 2: Im Unterschied zu Variante 1 entscheidet sich der Händler den unverkäuflichen Teil der Ware mit einem EK von 30.000 Euro für eine Sammlung von Winterkleidung für Obdachlose zu spenden. Die Spende muss bis spätestens zum Stichtag, an dem die Bewertung des Warenbestands für die Schlussrechnung vorgenommen wird, erfolgt sein.

In diesem Fall kann der Händler den Restwert der gespendeten Ware mit dem Restwert = 0 bewerten. Damit reduziert sich die Summe der kumulierten Abgabepreise und Restwerte im obigen Beispiel von 45.000 Euro auf 42.000 Euro.  In diesem Fall erhält der Händler sogar eine Förderung von 52.200 Euro statt 49.500 Euro in Variante 1. 

Variante 3: Eine Gärtnerei hatte frische Blumen, Wintersterne, Materialien für Weihnachtskränze und Bücher zum Thema „Garten und Pflanzen“ im Herbst 2020 bestellt und frühzeitig erhalten. Die kumulierten Einkaufspreise für die förderfähigen Waren (die frischen Blumen, die Wintersterne und die Materialien für Weihnachtskränze) belaufen sich auf 50.000 Euro. Die kumulierten Einkaufspreise für die Bücher zum Thema „Garten und Pflanzen“ belaufen sich auf 5.000 Euro. Die Bücher zum Thema „Garten und Pflanzen“ sind nicht förderfähig im Sinne der Sonderregelung und werden deshalb bei der Berechnung der ansetzbaren Fixkosten im Folgenden nicht berücksichtigt. Die Gärtnerei hat die förderfähigen verderblichen Waren teilweise vernichtet, an Kliniken gespendet und hält die Materialien noch im Bestand. Einen Verkaufserlös hat sie nicht erzielt. Die vernichtete Ware wird zu 10 %, die gespendete Ware zu einem Wert von null Euro angesetzt. Die Materialien für Weihnachtskränze sind auch nächstes Jahr noch einsetzbar und werden wertstabil gebucht. Damit kann die Gärtnerei 38.000 Euro als Fixkosten zum Ansatz bringen.

 

  Einkaufspreis Verkaufspreis, Spende, Abschreibung Als Fixkosten ansetzbar
Waren 50.000    
darunter:      
– Blumen 20.000 vernichtet, 10% werden angesetzt

2.000

18.000
– Wintersterne 20.000 gespendet, 0 Euro 20.000
– Materialien 10.000 Verbleibt im Bestand, wertstabil = 10.000 Euro 0
Summe 50.000 12.000 38.000
[1] Der (bevorstehende) Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ist ein Indikator für verderbliche Ware. Schnittblumen und (Topf-)Pflanzen im Garten- und Gemüsebau gelten auch als verderbliche Waren im Sinne dieser Regelung.

o.) Sonderregelung für Pyrotechnikbranche 

Hinweis: Es ist beabsichtigt, diese Kosten zukünftig pauschal mit dem Höchstfördersatz von 90 Prozent zu bezuschussen. An der technischen Umsetzung wird gearbeitet.

NEU: 26.02.2021 DATEV veröffentlicht am Nachmittag des 26.02.2021 die EXCEL-Berechnungshilfe zur Überbrückungshilfe III hier: Link-Download    hier Datevmitteilung
NEU: 26.02.2021 Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht in Kürze veränderten FAQ Neustarthilfe: hier     
weitere Neustart-Informationen (+ Hinweise zur Möglichkeit der Beantragung der Neustarthilfe für Steuerberater) auf gesonderter Neustart-Homepageseite der Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt: hier
NEU: 23.02.2021 Eine Übernahme der Bearbeitung der Überbrückungshilfe III-Anträge mit anschließender Restauszahlung wird den regionalen Bewilligungsstellen (hier in Sachsen-Anhalt die Investitionsbank) voraussichtlich ab frühestens Mitte März 2021 möglich sein
NEU: 23.02.2021 Die Antragstellung für die Neustarthilfe wird zukünftig auch durch prüfende Dritten möglich sein. Diese zu programmieren dürfte noch etwas dauern.
NEU: 23.02.2021 Anträge in Sachsen-Anhalt, bei denen im Abgleich mit der Finanzverwaltung die im Antrag angegebene IBAN des Unternehmens als nicht bekannt zurückgemeldet wird, wurden bisher sehr pragmatisch von der Investitionsbank gelöst, indem diese den Antragstellern als eine Option empfohlen hat, die im Antrag angegebene IBAN dem Finanzamt nachzumelden. Einige Antragsteller haben dabei die im Antrag angegebene IBAN dem Finanzamt zwar nachgemeldet, dies aber mit der Weisung, die Meldung der Investitionsbank zu bestätigen, aber die IBAN nicht zu speichern, da diese ausschließlich für die Zahlung der Überbrückungshilfen gemeldet wurde.  Dieser „Lösungsansatz“ wird nicht akzeptiert.  Wenn die Investitionsbank also eine IBAN im Antrag erkennt, die dem Finanzamt nicht bekannt ist, erfolgt keine Auszahlung (mehr). Wenn zukünftig die Investitionsbank dann auf Nachfrage nicht die dem Finanzamt bekannte Bankverbindung benannt bekommt, muss die Investitionsbank künftig derartige Anträge mangels Mitwirkung ablehnen.
NEU: bitte bei Anträgen mit beihilferechtlicher Summe von über 1,8 Mio (im Zeitraum vom 01.03.2020-30.06.2021) die Antragstellung/ Wahlrecht zur Beihilferegelung sehr sorgfältig überlegen, damit keine unbeabsichtigte Bindungswirkung einer Bundesregelung/EU/Schadensregelung eintritt
NEU: 23.02.2021 Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht hier: aktualisierten BMWi-FAQ zur Beihilferegelung (für alle Programme) 
NEU: 23.02.2021 Bundessteuerberaterkammer veröffentlicht hier: aktualisierten BStBK-FAQ zur Beihilferegelung (für alle Programme) 
NEU: 18.02.2021 DATEV veröffentlichte das Service-Release   
Die EXCEL-Berechnungshilfe zur Überbrückungshilfe III soll dann nächste Woche folgen hier Datev
NEU: 18.02.2021 Wir setzen uns als Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt derzeit auf mehreren Ebenen dafür ein, dass massiv die Hotline verbessert wird, eine Härtefallregelung eingeführt wird und die Regelungen zur Überbrückungshilfe III (Einzelhändlerabschreibung, insbesondere Günstigerprüfung Neustarthilfe, Hygienemaßnahmen mit  investiven und stationären Maßnahmen, Digitalisierung) klargestellt/ verbessert werden.
Derzeit laufen auch Gespräche der Bundessteuerberaterkammer mit BMWi/BMF zur Klarstellung bei der Überbrückungshilfe III.  
NEU: 18.02.2021 Bundessteuerberaterkammer nimmt Stellung zur Hotline: Interview hier: Steuerberater über Corona-Hilfen: „Die Hotline ist leider eine Katastrophe“

NEU: 17.02.2021 Hinweise zu Gefahr der Beantragung Neustarthilfe in Bezug auf Überbrückungshilfe III
Die Bundessteuerberaterkammer war nicht an der Entwicklung des FAQ Neustarthilfe beteiligt.

Der Antrag auf Neustarthilfe kann derzeit nicht durch einen Steuerberater gestellt werden. Der Antrag kann und muss derzeit durch das Unternehmen selbst mittels eines beim Unternehmen vorhandenen bzw. andernfalls vom Unternehmen neu zu beantragenden Elsterzertifikat gestellt werden. Das Elsterzertifikat des Steuerberaters kann dazu NICHT verwendet werden. 
Hier müssen die Unternehmen/ Mandanten stark aufpassen, weil es sich derzeit um ein unumkehrbar ausgeübtes Wahlrecht für eines der beiden Hilfen  handelt. Wenn Steuerberater in der Vorbereitung des Antrages auf Neustarthilfe eingebunden werden (auf Grund Anfragen, Registrierung, Datenmaterial, FAQ, Komplexität, Günstigerprüfung mit der  Überbrückungshilfe III usw.) empfiehlt sich unbedingt eine gesonderte vertragliche Vereinbarung zur Haftung und auch zum  Honorar.

 Soloselbständige können ENTWEDER die Neustarthilfe in Anspruch nehmen ODER die Erstattung von Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe III. Eine Inanspruchnahme beider Förderungen ist nicht möglich:

  • Soloselbständige, die die Neustarthilfe beantragt oder erhalten haben, können keinen Antrag (mehr) auf Erstattung von Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe III stellen! Auch nicht über den Steuerberater!
  • Soloselbständige, die die Überbrückungshilfe III beantragt oder erhalten haben, sind somit nicht antragsberechtigt für die Neustarthilfe.

NEU: 16.02.2021 Lt. BMWI sollen auch Konzerne (durch Wegfall bestimmter Höchstgrenzen; insbesondere der 750 Mio. Grenze) und Unternehmen, die bisher durchs Raster gefallen sind, in Kürze eine gesonderte Förderungsmöglichkeit bekommen 

NEU: 12.02.2021 Bundessteuerberaterkammer veröffentlicht Zusatzvereinbarung zur Beantragung der Überbrückungshilfe III: hier Mustervereinbarung zur Überbrückungshilfe III
NEU: 12.02.2021 Bundessteuerberaterkammer veröffentlicht BStBK-FAQ zur Überbrückungshilfe III mit vielen hilfreichen Tipps!!! hier: BStBK-FAQ zur Überbrückungshilfe III
NEU: 12.02.2021 Bundesrat zum Corona-Steuerhilfegesetz/ Bundesrat hat Fristverlängerung für die Steuererklärungen 2019 bis 31.08.2021 und Aussetzung der Insolvenzantragspflciht bis 30.04.2021 unter bestimmten Voraussetzungen zugestimmt. hier Mitteilung 
NEU: 12.02.2021 Es wurden wieder versehentlich Corona-Hilfe-Bescheide in der Währung von Dollar ausgestellt
NEU: 12.02.2021 finaler Beschluss MPK 10.02.2021 zu den Lockdown-Verlängerungen bis 07.03.2021
                                   (Sachsen-Anhalt hat Verlängerung bis 10.03.2021 beschlossen)           
NEU: 10.02.2021 ÜBERBRÜCKUNGSHILFE III ist seit 10.02.2021 freigeschalten worden
BMWi veröffentlicht zur Überbrückungshilfe III:
FAQ
Term Sheet 04.02.2021
Anlage Term Sheet 04.02.2021
– die Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe“) für Soloselbstständige in Höhe von bis zu 7.500 Euro kann NUR direkt, d.h. „NEUSTARTHILFE“ kann nur über einen  Eigenantrag durch das Unternehmen selbst beantragt werden; Neben Soloselbständigen und unselbständig Beschäftigten sind nunmehr auch die kurz befristeten Beschäftigten in den darstellenden Künsten hilfeberechtigt 

 – Wesentliche Änderungen bei der Überbrückungshilfe III zu bisherigen Hilfen:

  • Förderzeitraum 01.11.2020-30.06.2021
  • Antrag ist ein Sammelantrag für alle Monate zusammen; es muss für alle Monate über eine Prognose bis 30.06.2021 gestellt werden 
  • für 11/2020 bzw. 12/2020 nicht begünstigt, wenn bereits Förderung über Novemberhilfe bzw. Dezemberhilfe
  • bestimmte Soloselbständige und Kleinstunternehmen können den Jahresumsatz als Basis heranziehen
  • Ein Unternehmen ist nur dann antragsberechtigt, wenn es zum Stichtag 31. Dezember 2020 zumindest einen Beschäftigten hatte. Soloselbständige (Einzelunternehmen) gelten als antragsberechtigt, wenn im Haupterwerb geführt 
  • Arbeitnehmeranzahl zum 31.12.2020 und ohne Umrechnung auf VZÄ!
  • auch Ehrenamtler zählen als Beschäftigte (wichtig für Antragsberechtigung Vereine)
  • Gründung muss vor dem 01.05.2020 erfolgt sein
  • Förderfähige Koste müssen vor dem 31.12.2020 begründe sein
  • Begünstigung von Unternehmen die sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfond qualifizieren
  • Umsatz und Vergleichszeitraum:
  • nicht zum Umsatz zählt private Vermögensverwaltung; Mitgliedsbeiträge für spätere Zeiträume, Einfuhren nach § 1 Abs.1 Nr. 4 UStG
  • Jahresumsatzprüfung: Jahresumsatzprüfung 2020 muss niedriger sein als Jahresumsatz im Jahr 2019; ansonsten muss der prüfende Dritte prüfen, ob ausnahmsweise doch ein coronabedingter Umsatzausfall vorlag (z.B. wegen Unternehmenszukauf; siehe unten) 
  • Neugründungen vom 01.01.201-30.04.2020 haben verschiedene Wahlrechte zum Umsatz (u.a. aus Fragebogen zur steuerlichen Erfassung!) 
  • Als Vergleichszeitraum wird immer der Monat aus dem Vorkrisenjahr 2019 herangezogen. Ausnahmen gibt es für Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020 gegründet wurden.
    Diese (Gründung 01.01.2019-30.04.2020) können als Vergleichsumsatz wahlweise heranziehen:
  • den durchschnittlichen Monatsumsatz des Jahres 2019
  • den durchschnittlichen Monatsumsatz in den Monaten Januar und Februar 2020
  • den durchschnittlichen Monatsumsatz in den Monaten Juni bis September 2020
  • unter bestimmten Voraussetzungen den 
  • Vergleichsrechnung mit Novemberhilfe/ Dezemberhilfe in Einzelfällen sinnvoll
     Es kann im Einzelfall (zum Beispiel bei hohen ausländischen Umsätzen) sinnvoller sein, die  Überbrückungshilfe III für 11-12/2020 zu beantragen, statt Novemberhilfe oder Dezemberhilfe.
  • Messeförderung Regelung zur vorübergehenden Gewährung von Beihilfen zugunsten von
       Messe- und Kongressinfrastruktur  hier: Entwurf Bundesrahmenregelung Beihilfen für Messen
  • Sonderfond für die Kulturbranche – aus derzeit 2 Bestandteilen – nimmt weiter Gestalt an:
     es wird Bonuszahlungen für kleine Kulturveranstaltungen geben, die wegen Abstandsregeln/
     Pandemievorgaben sonst nicht wirtschaftlich sind
     es wird eine Fonds als Art Risikoversicherung für geplante größere Kulturveranstaltungen geben, der dann
     genutzt werden kann, wenn diese geplanten Veranstaltungen wegen Corona/ Lockdown wieder abgesagt
     werden müssen    
    – es bestehen aus unserer Sicht noch diverse zu klärende Sachverhalte zum FAQ vom 10.02.2021, für die wir uns gerade für eine Klarstellung einsetzen.: 
    (u.a. zum
    Umsatz
    Definition/ Zeitaufteilung
    Umfang Modernisierungs-/ Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen zu Hygienekonzepten bis zu 20.000 Euro mtl.
    Umfang Digitalinvestitionen (was umfasst IT-Hardware: zum Beispiel u.a . auch VoIP-Telefonanlage?) einmalig 20.000 Euro 03/2020-06/2021
    Einzelhändlerlösung ist mit der Bewertung viel zu kompliziert und Auslieferung der wertgeminderten Ware bis 28.02.2021 für kleinere Einzelhändler praktisch nicht möglich
    Marketing-/Werbekosten (zum Beispiel: gilt dies für Telefonbucheinträge?
    Dauerthema Ein-Mann GmbH k(ein) Soloselbständiger
    Unternehmen in Schwierigkeiten im Beihilferechts-FAQ widerspricht de Programm-FAQ mit der Kleinstunternehmenregelung bis 50AN 

NEU: 09.02.2021 Experten-Hotline für Überprüfungshilfe und außerordentliche Wirtschaftshilfe für STEUERBERATER ist unter der neuen Telefonnummer  030 530 199 322 zu erreichen (Unsere Anrufe haben noch keine Anruf-/Qualitätsänderung gezeigt. Abprüfung erfolgt auf Basis des FAQ. Spezialfragen werden weiterhin weitergeleitet.) 

NEU: 05.02.2021 BMWI veröffentlicht Maßnahmenpaket für Unternehmen gegen die Folgen des Corona-Virus : hier Maßnahmenpaket für Unternehmen  
NEU: 28.01.2021 EU-Kommission verlängert und weitet vorübergehenden Rahmen zur Unterstützung der Wirtschaft im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus weiter aus: hier und weitere Informationen auf gesonderter Kammerseite hier
• Erhöhung der Obergrenzen für Kleinbeihilfen auf 1,8 Mio. Euro (bislang 800.000 Euro)
• Erhöhung der Obergrenzen für Fixkostenhilfen auf 10 Mio. Euro (bislang 3 Mio. Euro)
• Verlängerung des Befristeten Rahmens einheitlich bis 31.12.2021 (bislang Befristung bis 30.06.2021, für größere Rekapitalisierungen bis 30.09.2021)

NEU: 28.01.2021 Voraussichtlich Mitte Februar 2021 weitere Funktionen im elektronischem Antragsportal geben (u.a. Korrekturmöglichkeit zu Novemberhilfe-Anträgen)  

NEU: 21.01.2021 Überbrückungshilfe III Details (Achtung: Beträge wurden nach dem 22.01.2021 nochmals erhöht): siehe unten
                                   – „Die Antragsteller können wählen, nach welcher beihilferechtlichen Regelung sie die
                                  Überbrückungshilfe III beantragen. Wenn dies auf Basis der Bundesregelung Fixkostenhilfe
                                    geschieht (Zuschusshöhe nach altem EU-Beträgen  1 bis 4 Millionen Euro), ist zu beachten, dass aufgrund des europäischen
                                    Beihilferechts entsprechende Verluste nachgewiesen werden müssen. Eine Förderung ist je nach
                                    Unternehmensgröße bis zu 70 bzw. 90 Prozent der ungedeckten Fixkosten möglich.
                                    – Bei staatlichen Zuschüssen von insgesamt bis zu 1 Million Euro kann die
                                   Kleinbeihilfen-Regelung genutzt werden ohne den Nachweis von Verlusten. Das ist
                                   ein wichtiger Unterschied zur Überbrückungshilfe II, die allein auf der
                                   Fixkostenregelung basiert.“
NEU: 20.01.2021 BMWi-Merkblatt zur Überbrückungshilfe III (Stand 20.01.2021)
NEU: 19.01.2021
BMF-Merkblatt zur Überbrückungshilfe III (Stand 19.01.2021)
NEU: 19.01.2021
Beschluss MPK-Konferenz 19.01.2021 
NEU: 19.01.2021 Überbrückungshilfe III ab Februar 2021 und Restzahlungen ab März 2021
NEU: 19.01.2021
Bundeswirtschaftsministerium und Bundesfinanzministerium einigen sich zur Reformierung der Überbrückungshilfe III (Abstimmung mit EU aber noch erforderlich) Details siehe unten
NEU: hier BMWi verbessert Überbrückungshilfe III am 23.12.2020 (Förderung wegen Lockdown ab 16.12.2020); dadurch aber auch komplexer
hier: MPK-Beschluß vom 05.01.2021 mit Lockdownverlängerung bis 31.01.2021
hier: MPK-Beschluß vom 25.11.2020 zur Überbrückungshilfe III
hier: Erweiterung der vorläufigen Eckpunkte für Überbrückungshilfe III (regulär 01-06/2021 & zusätzlich 11-12/2020)     hier: Erste Eckpunkte für „Neustarthilfe“ für Soloselbständige (12/2020-06/2021) als Bestandteil der Überbrückungshilfe III
hier: BMWi-Zusammenstellung der BMWi-FAQ`s und der Vollzugshinweise zu den Hilfen des Bundes    
 

Foto: Bundesfinanzministerium

Foto: Bundeswirtschaftsministerium 

Die folgende Tabelle gibt einen groben Überblick, auf welche beihilferechtlichen Regelungen sich die dort aufgeführten Corona-Hilfsprogramme des Bundes (wegen Beschluss der EU vom 21.01.2021 sowie teilweiser Anpassung der Höchstbeträge keine finale/abschließende Aufzählung; EU-Erhöhung der Obergrenzen für Kleinbeihilfen von bislang 800.000 Euro auf 1,8 Mio. Euro und EU-Erhöhung der Obergrenzen für Fixkostenhilfen von bislang 3 Mio. Euro auf 10 Mio. Euro) stützen. 

Corona-Hilfe Bundes-regelung Kleinbeihilfen 2020 je nach Programm bis
1,8 Mio. Euro
De-minimis-Verordnung
200.000 Euro
Bundes-regelung Fixkostenhilfe
2020 je nach Programm bis
10,0 Mio. Euro
Bundesregelung Art.107 Abs.  2 lit.  B
unbegrenzt
(Schaden)
Bundes-regelung Messen
Art. 107
Abs.2litB
Soforthilfe des Bundes           x        
Überbrückungshilfe I          x             x      
Überbrückungshilfe II          x
(mit Schluß- Abrechnung)
               x    
Überbrückungshilfe III          x              x              x    
Novemberhilfe gesamt          x             x             x              x  
Dezemberhilfe gesamt           x           x             x              x  
Messe- und Kongress-
Infrastruktur
             x
Neustarthilfe          x        

Quelle: Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt in Anlehnung an BMWi-FAQ zur Beihilferegelung

 

Wahl-/ Kombinationsmöglichkeiten zur Überbrückungshilfe III

 

 

Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020

(ggf. optional kumuliert mit der De-minimis Verordnung)

Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020

Variante 1                             x  
 Variante 2                             x                            x
Variante 3                              x

Quelle: Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt in Anlehnung an BMWi-FAQ zur Beihilferegelung

 

 

 

 

Inclusive Änderungen durch die MPK vom 19.01.2021

ZIEL der Überbrückungshilfe III?

Sicherung der wirtschaftlichen Existenz von Unternehmen mit bis zu 750 Mio. Euro jährlichem Umsatz in Deutschland im Jahr 2020, die unmittelbar und mittelbar Corona-bedingte erhebliche Umsatzausfälle erleiden.

WAS für Unternehmen bei der Überbrückungshilfe III? 

Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten für Unternehmen, Soloselbständige, selbständige Angehörige der freien Berufe (im folgenden „Unternehmen“) bis zu 750 Mio. Euro jährlichen Umsatz in Deutschland mit hohem Corona-bedingten Umsatzausfall.

WANN und WIE geht es los mit der Überbrückungshilfe III?

Beantragung der Überbrückungshilfe III (01-06/2021 und einige für 11-12/2020) ist ab 10. Februar 2021  möglich. 
2 Varianten des Antragsverfahrens zu unterscheiden:

a.) über Steuerberater
– Beantragung über das bekannte elektronische Antragsportal der Steuerberater ab 10.Februar 2021 
– nach Antragstellung durch Steuerberater Prüfung des Antrags und Auszahlung 
– Nachweisverfahren wie bei ÜHI-ÜHII

b.) Eigenantrag – nur für die Neustarthilfe!!!  – durch Soloselbständige selber (d.h. für Anträge von Soloselbständigen bis 7.500 Euro Fördersumme bei Neustarthilfe)  
– Soloselbständige (=Antragsteller) müssen den Antrag wohl selbst stellen – ohne einen zu prüfenden Dritten.
– zwingend erforderlich für die Authentifizierung im Direktantrag ist ein ELSTER-Zertifikat.
– Sollte der Antragsteller noch kein Elster-Zertifikat besitzen, kann dieser dieses über das ELSTER-Portal www.elsteronline.de beantragen
– Beantragung geplant ab voraussichtlich Ende Februar 2021 
– nach Antragstellung durch den Soloselbständigen  wird Antrag durch das elektronische Portal sofort geprüft
– ggf. werden Nachweise vom Antragsteller durch die Bewilligungsstellen angefordert oder eine Tiefenprüfung veranlasst
– Auszahlung der maximal 7.500 Euro
– Nachweisverfahren in Abhängigkeit von den Erfahrungen mit der Wirtschaftshilfe („Novemberhilfe“) noch zu klären

WIE ist die Laufzeit bei der Überbrückungshilfe III?
1. November 2020 bis 30. Juni 2021.
Unternehmen, die November-/Dezemberhilfe erhalten, sind für diese beiden Monate NICHT Überbrückungshilfe III -antragsberechtigt.
Leistungen nach der Überbrückungshilfe II für die Monate November und Dezember 2020 werden auf die Überbrückungshilfe III angerechnet.

Betriebliche Fixkosten, bei denen sich die Fälligkeit aus einer Verpflichtung ergibt, die bereits vor dem 1. Januar 2021 bestand und im Förderzeitraum zur Zahlung fällig sind, dürfen vollständig angesetzt werden (auch bei Stundung). Bei einer Rechnungsstellung ohne Zahlungsziel gelten die Fixkosten mit dem Erhalt der Rechnung als fällig. Betriebliche Fixkosten, die nicht im Förderzeitraum fällig sind, dürfen nicht anteilig angesetzt werden. Dies gilt auch für periodisch (z.B. jährlich oder quartalsweise) anfallende Kosten.

Zahlungen, die Corona-bedingt gestundet wurden und nun im Förderzeitraum fällig sind, dürfen angesetzt werden, falls sie nicht bereits im Rahmen anderer Zuschüsse erstattet wurden (insbesondere Corona-Soforthilfe und 1. und 2. Phase der Corona-Überbrückungshilfe). Die voraussichtlichen oder bereits angefallenen Kosten des prüfenden Dritten für die Antragstellung und Schlussabrechnung sind entweder dem ersten Fördermonat zuzuordnen, für den ein Zuschuss gezahlt wird oder dem Fördermonat zuzuordnen, in dem sie angefallen sind oder gleichmäßig auf alle Fördermonate zu verteilen (Wahlrecht).

Personalkosten, die nicht vom Kurzarbeitergeld erfasst sind11, werden pauschal mit 20 % der Fixkosten der Nr. 1 bis 11 der in Frage 2.4. aufgeführten Tabelle berücksichtigt. Kosten für Auszubildende sind förderfähig. Darüber hinaus sind Personalkosten und Unternehmerlöhne nicht förderfähig. Dies gilt auch für fiktive/kalkulatorische Unternehmerlöhne sowie Geschäftsführergehälter von Gesellschaftern, die sozialversicherungsrechtlich als selbstständig eingestuft werden.

———————————————–

11 Dem Unternehmen müssen Personalkosten entstehen (es dürfen nicht alle Angestellten in kompletter Kurzarbeit sein).

WELCHE Antragsberechtigung bei der Überbrückungshilfe III?  

Der Antragsteller hat zu versichern und soweit möglich darzulegen, dass die ihm entstandenen Umsatzeinbrüche, für die Überbrückungshilfe beantragt wird, Corona-bedingt sind. Der prüfende Dritte hat die Angaben des Antragstellers auf Nachvollziehbarkeit und Plausibilität zu prüfen und zu bestätigen, dass ein Corona-bedingter Umsatzrückgang vorliegt. Auf Verlangen ist das Ergebnis dieser Prüfung mit den wichtigsten Gründen der Bewilligungsstelle vorzulegen.

Liegt der Umsatz eines Unternehmens im Jahr 2020 bei mindestens 100 Prozent des Umsatzes des Jahres 2019, ist grundsätzlich davon auszugehen, dass etwaige monatliche Umsatzschwankungen des Unternehmens nicht Corona-bedingt sind. Dies gilt nicht, wenn der prüfende Dritte bestätigt, dass der Antragsteller individuell von einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch betroffen ist und sonstige Gründe darlegen kann, die eine gleichwohl positive Umsatzentwicklung im Jahr 2020 nachvollziehbar erscheinen lassen. Das kann beispielsweise die Eröffnung neuer Betriebsstätten oder der Zukauf von Unternehmen im Jahr 2020 sein.

Im Antragsformular ist eine Erklärung anzukreuzen, dass der Umsatz im Jahr 2020 nicht mindestens 100 Prozent des Umsatzes des Jahres 2019 betrug oder dass ein Nachweis geführt wird, dass die in Ansatz gebrachten monatlichen Umsatzrückgänge tatsächlich Corona-bedingt sind.

nur noch EIN coronabedingtes Antragsberechtigungs-Kriterium: Umsatzausfall in einem Monat von mindestens 30%  
d.h. alle Unternehmen mit mehr als 30 Prozent Umsatzeinbruch können die gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten. Das heißt zudem: Keine Differenzierung mehr bei der Förderung nach unterschiedlichen Umsatzeinbrüchen und Zeiträumen, Schließungsmonaten und direkter oder indirekter Betroffenheit.
– auch größere Unternehmen berechtigt: Aufstockung Jahresumsatzgrenze von 500 Millionen auf 750 Millionen (dazu bedarf es Genehmigung der EU) 

Unternehmen, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben, können eine Förderung im Rahmen der förderfähigen Maßnahmen der Überbrückungshilfe III für den betreffenden Monat beantragen.
Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020 gegründet worden sind, können als Vergleichsumsatz wahlweise den durchschnittlichen monatlichen Umsatz des Jahres 2019 heranziehen, den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 oder den durchschnittlichen Monatsumsatz in den Monaten Juni bis September in Ansatz bringen.

Alternativ können diese Unternehmen bei der Ermittlung des notwendigen Referenzumsatzes auf den monatlichen
Durchschnittswert des geschätzten Jahresumsatzes, der bei der erstmaligen steuerlichen Erfassung beim zuständigen Finanzamt im „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ angegeben wurde, abstellen.
Für solche jungen Unternehmen ist die Gesamtsumme der Förderung in den Grenzen der einschlägigen Kleinbeihilfenregelung auf max. 800.000 Euro begrenzt.

WAS für förderfähige Kosten gibt es bei der Überbrückungshilfe III?

 

  Enthält u. a. Enthält nicht:
1. Mieten und Pachten ·         Mieten und Pachten für Gebäude, Grundstücke und Räumlichkeiten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stehen inklusive Mietnebenkosten (soweit nicht unter Nr. 7 dieser Tabelle erfasst).

·         Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer, wenn sie bereits 2019 in entsprechender Form steuerlich abgesetzt worden sind/werden (volle steuerlich absetzbare Kosten, anteilig für die Fördermonate).

·      Sonstige Kosten für Privaträume

·      Variable Miet- und Pachtkosten (z.B. nach dem 1. Januar 2021 begründete Standmieten)

2. Weitere Mietkosten ·         Miete von Fahrzeugen und Maschinen, die betrieblich genutzt werden, entsprechend ihres nach steuerlichen Vorschriften ermittelten Nutzungsanteils (inkl. Operating Leasing / Mietkaufverträge; siehe 5. )

·         Miete für Geldspielgeräte (bspw. in der Gastronomie)

·      Sonstige Kosten für Privaträume
3. Zinsaufwendungen für betriebliche Kredite und Darlehen ·         Stundungszinsen bei Tilgungsaussetzung

·         Zahlungen für die Kapitalüberlassung an Kreditgeber der Unternehmung, mit denen ein Kreditvertrag abgeschlossen worden ist (z.B. für Bankkredite)

·         Kontokorrentzinsen

·      Tilgungsraten

·      Negativzinsen und Verwahrentgelte (außer es handelt sich um fixe Kontoführungsgebühren, dann unter Ziffer 10 ansetzbar)

4.  Handelsrechtliche Abschreibungen für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in Höhe von 50 Prozent des Abschreibungsbetrages, wobei für das Gesamtjahr ermittelte Abschreibungsbeträge pro rata temporis auf den jeweiligen Förderzeitraum anzupassen sind. Vgl. 2.8 und Anhang 2  
5.  Finanzierungskostenanteil von Leasingraten ·         Aufwand für den Finanzierungskostenanteil für Finanzierungsleasingverträge

(Wenn keine vertragliche Festlegung oder keine Information der Leasinggesellschaft vorliegen, kann der Finanzierungskostenanteil durch die Zinszahlenstaffelmethode ermittelt werden. Alternativ können pauschal 2 % der Monatsraten erfasst werden.)

·         Raten aus Mietkaufverträgen und Leasingverträgen, bei denen der Gegenstand dem Vermieter bzw. Leasinggeber zugerechnet wird (Operating Leasing), sind als reine Mieten in Nr. 2 dieser Tabelle zu erfassen.

 

6. Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten und geleasten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV ·         Zahlungen für Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV, sofern diese aufwandswirksam sind (= Erhaltungs­aufwand), abgerechnet wurden (Teil-)Rechnung liegt vor) und nicht erstattet werden (z.B. durch Versicherungsleistungen). ·         Nicht aufwandswirksame Ausgaben für Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV (z.B. Erstellung neuer Wirtschaftsgüter).

·         Ausgaben für Renovierungs- und Umbauarbeiten (Ausnahme sind Corona-bedingte Hygienemaßnahmen, vgl. Ziffer 7)

7.  Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen ·         Inklusive Kosten für Kälte und Gas

·         Zur Berücksichtigung der besonderen Corona-Situation werden hier auch Hygienemaßnahmen einschließlich investive Maßnahmen berücksichtigt, die nicht vor dem 1. Januar 2021 begründet sind (z.B. die Anschaffung mobiler Luftfilteranlagen und die Nachrüstung bereits bestehender stationärer Luftfilteranlagen, Maßnahmen zur temporären Verlagerung des Geschäftsbetriebs in Außenbereiche).

·         Dazu rechnet auch die Schulung von Mitarbeiter/innen zu Hygienemaßnahmen

·         Zählgeräte

 
8. Grundsteuern    
9. Betriebliche Lizenzgebühren z. B. für IT-Programme

·         Zahlungen für Lizenzen für die Nutzung von gewerblichen Schutzrechten, Patenten, etc.

 
10. Versicherungen, Abonnements und andere feste betriebliche Ausgaben ·         Kosten für Telekommunikation (Telefon- und Internet, Server, Rundfunkbeitrag etc.)

·         Gebühren für Müllentsorgung, Straßenreinigung etc.

·         Kfz-Steuer für gewerblich genutzte PKW und andere in fixer Höhe regelmäßig anfallende Steuern

·         Betriebliche fortlaufende Kosten für externe Dienstleister, z. B. Kosten für die Finanz- und Lohnbuchhaltung, die Erstellung des Jahresabschlusses, Reinigung, IT-Dienstleister/inne, Hausmeisterdienste

·         IHK-Beitrag und weitere Mitgliedsbeiträge

·         Kontoführungsgebühren

·         Zahlungen an die Künstlersozialkasse für beauftragte Künstler/innen

·         Franchisekosten

·         Tierfutter und Tierarztkosten für betrieblich notwendige Tiere (z.B. im Falle landwirtschaftlicher Nutztierhalter oder von Zirkus- und Zoounternehmen), maximal in Höhe der Kosten im Vorjahreszeitraum

·         Private Versicherungen

·         Eigenanteile zur gesetzlichen Renten- und Pflegeversicherung

·         Beiträge des Antragstellenden zur Berufsgenossenschaft oder zur Künstlersozialkasse. Entsprechende Beiträge des antragstellenden Unternehmens für Mitarbeiter/innen sind als Personalkosten zu betrachten und werden von der Personalkostenpauschale miterfasst.

·         Gewerbesteuern und andere in variabler Höhe anfallende Steuern

·         Kosten für freie Mitarbeiter/innen, die auf Rechnung/Honorarbasis arbeiten

·         Leibrentenzahlungen

·         Wareneinsatz

·         Treibstoffkosten und andere variable Transportkosten

   

11.Kosten für prüfende Dritte, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe (3. Phase) anfallen. ·         Kosten in Zusammenhang mit der Antragstellung (u. a. Kosten für die Plausibilisierung der Angaben sowie Erstellung des Antrags) und Schlussabrechnung (Schätzung)

·         Kosten für Beratungsleistungen in Zusammenhang mit Überbrückungshilfe (3. Phase) (Schätzung)

·         Kosten für weitere Leistungen in Zusammenhang mit Corona-Hilfen, sofern diese im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe (3. Phase) anfallen (z.B. Abgrenzungsfragen bei der Beantragung von Überbrückungskrediten). (Schätzung)

 
12. Personalaufwendungen

[Hinweis: Personalaufwendungen werden pauschal mit 20% der Fixkosten der Nr. 1 bis 11 dieser Tabelle berücksichtigt]
Personalkosten, die nicht vom Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 % der Fixkosten der Nr. 1 bis 11 dieser Tabelle berücksichtigt. Dem Unternehmen müssen hierfür Personalkosten entstehen (es dürfen nicht alle Angestellten in kompletter Kurzarbeit sein). ·      Vom Kurzarbeitergeld erfasste Personalkosten

·      Lebenshaltungskosten oder ein (fiktiver/kalkulatorischer) Unternehmerlohn

·      Geschäftsführer/innen-Gehalt eines/r Gesellschafters/in, der sozialversicherungsrechtlich als selbstständig eingestuft wird.

13. Kosten für Auszubildende ·         Lohnkosten inklusive Sozialversicherungsbeiträgen

·         Unmittelbar mit der Ausbildung verbundene Kosten wie z. B. Berufsschulkosten

·         Kosten für FSJ’ler, FÖJ‘ler und BFD’ler (nur Eigenanteil)

·         Kosten für Dual Studierende (Voraussetzung: Ausbildungsvertrag für gesamte Dauer der Ausbildung mit Ausbildungsvergütung)

·      Weitere Kosten, die nur indirekt mit der Beschäftigung verbunden sind wie z.B. für Ausstattung

·      Kosten für Praktikanten

14. Bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen bis zu 20.000 Euro pro Monat zur Umsetzung von Hygienekonzepten.

Investitionen in Digitalisierung einmalig bis zu 20.000 Euro

 

Förderfähig sind Kosten, die im Zeitraum März 2020 bis Juni 2021 angefallen sind. Das Fehlen einer Schlussrechnung steht der Erstattungsfähigkeit der Kosten nicht entgegen; eine reine Beauftragung der baulichen Maßnahmen reicht hingegen nicht aus (mindestens Zwischenrechnungen erforderlich).

Außerdem können unter denselben Voraussetzungen auch Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) einmalig bis zu 20.000 Euro als erstattungsfähig anerkannt werden. Anschaffungskosten von IT-Hardware sind dabei ansetzungsfähig, unter der Voraussetzung, dass diese zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung noch im Unternehmen vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, ist eine Rückzahlung der dafür erhaltenen Förderung fällig.

 
15. Marketing- und Werbekosten

 

Maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahre 2019. Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020 gegründet wurden, Marketing- und Werbekosten maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben für zwölf Monate in einem beliebigen Zeitraum seit Gründung.

 

 
     

 

 

WIE viel wird erstattet?
Die monatliche Förderhöchstgrenze wird noch einmal deutlich erhöht. Unternehmen können bis zu 1,5 Millionen Euro Überbrückungshilfe pro Monat erhalten (statt der bisher vorgesehenen 200.000 bzw. 500.000 Euro). Allerdings gelten hier die Obergrenzen des europäischen Beihilferechts. Das bedeutet: Der beihilferechtliche Rahmen, auf den die Überbrückungshilfe III gestützt ist, lässt nach den derzeit geltenden Obergrenzen einen Zuschuss von insgesamt max. 4 Millionen Euro für ein Unternehmen zu, soweit dieses Unternehmen seine beihilferechtlichen Obergrenzen
noch nicht verbraucht hat. Die Bundesregierung setzt sich weiterhin bei der Europäischen Kommission für die Anhebung der beihilferechtlichen Obergrenzen im befristeten Beihilferahmen (Temporary Framework) ein.

Die konkrete Höhe der Zuschüsse orientiert sich wie auch bislang am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist gestaffelt:

– bei einem Umsatzrückgang von 30 bis 50 Prozent werden bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet,

– bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent werden bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet und
– bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten gezahlt.

 

MUSS man wieder EU-Beihilferecht („4.16“) beachten oder Verluste nachweisen?
Das hängt von der Höhe der beantragten Förderung und dem relevanten Beihilferegime ab. 
Die Antragsteller können wählen, nach welcher beihilferechtlichen Regelung sie die Überbrückungshilfe III beantragen.
Wenn dies auf Basis der Bundesregelung Fixkostenhilfe geschieht (max. 10 Millionen Euro pro Unternehmen), ist zu beachten, dass aufgrund des europäischen Beihilferechts entsprechende ungedeckte Fixkosten bzw. Verluste nachgewiesen werden müssen. Eine Förderung ist je nach Unternehmensgröße bis zu 70 bzw. 90
Prozent der ungedeckten Fixkosten möglich.
Bei Zuschüssen von insgesamt bis zu 1 Million Euro kann die Bundesregelung Kleinbeihilfen-Regelung sowie die De minimis Verordnung genutzt werden ohne den Nachweis von Verlusten. Das ist ein wichtiger Unterschied zur Überbrückungshilfe II, die allein auf der Fixkostenregelung basiert und bei der stets ein Verlustnachweis erfolgen muss.

Zu beachten ist, dass bisherige Beihilfen aus anderen Förderprogrammen, die auf Basis der genannten beihilferechtlichen Grundlagen gewährt wurden, auf die jeweils einschlägige Obergrenze angerechnet werden.

 

WIE hoch ist die maximale Förderung für die Überbrückungshilfe III?
Der maximale Zuschuss beträgt 1,5 Millionen Euro pro Monat, sofern die Obergrenzen des europäischen Beihilferechts dies zulassen. Die Obergrenze nach EU-Recht liegt derzeit bei maximal vier Millionen Euro Zuschüsse insgesamt aus allen staatlichen Förderprogrammen  (z.B. KfW-Schnellkredit, Soforthilfe, Überbrückungshilfe und November-
/Dezemberhilfe).
Die Bundesregierung setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass die Europäische Kommission den Rahmen deutlich erweitert um die verbesserten Bedingungen der Überbrückungshilfe III auch für größere Antragsfälle vollständig umsetzen zu können. (EU hat am 21.01.2021 bestimmten Hilfen über 4 Mio € zugestimmt).

 

WIE hoch sind die Abschlagszahlungen für die Überbrückungshilfe?
Antragsberechtigte der Überbrückungshilfe III, die ihren Antrag über eine/n Prüfende/n Dritte/n stellen, erhalten bei ihrem Erstantrag als Vorauszahlung auf die endgültige Förderung durch die Bewilligungsstelle eine Abschlagszahlung in Höhe von 50 % der beantragten Förderung, jedoch höchstens 100.000 Euro für einen Monat. Für die Gesamthöhe der Abschlagszahlungen sind die einschlägigen Bestimmungen des Haushalts- und Kassenrechts zu beachten.

 

WELCHE Branchenlösungen gibt es? 

Für Einzelhändler wird die Abschreibungsmöglichkeit unter Frage 2.4 Nr. 4 unter den folgenden Voraussetzungen auf das Umlaufvermögen erweitert, sofern es sich um Wertverluste aus verderblicher Ware oder sonst einer dauerhaften Wertminderung unterliegenden Ware (d.h. saisonale Ware der Wintersaison 2020/2021) handelt.

Näheres zur Kalkulation und die Beantragung erläutert Anhang 2 zu diesen FAQ.

Für Einzelhändler wird die Abschreibungsmöglichkeit unter Ziffer 4 der förderfähigen Maßnahmen unter den folgenden Voraussetzungen auf das Umlaufvermögen erweitert, sofern es sich um Wertverluste aus verderblicher Ware oder sonst einer dauerhaften Wertminderung unterliegenden Ware (d.h. saisonale Ware der Wintersaison 2020/2021) handelt.

Die Sonderregelung kann in Anspruch genommen werden von Unternehmen des Einzelhandels. Das gilt auch für Kooperationen von Einzelhändlern. Dabei darf die Sonderregelung entweder von der Einkaufskooperation oder von dem Einzelhändler in Anspruch genommen werden. Eine Abschreibung derselben Ware sowohl beim Einzelhändler als auch bei der Einkaufskooperation ist nicht zulässig.

Bei der nach den Regeln der handelsrechtlichen Rechnungslegung vorzunehmenden Warenwertabschreibung können ausschließlich aktuelle Wintersaisonwaren und verderbliche Waren zum Ansatz gebracht werden, die vor dem 1. Januar 2021 eingekauft wurden und bis 28. Februar 2021 ausgeliefert wurden. Maßgeblich zur Bestimmung des Einkaufsdatums ist der Zeitpunkt der verbindlichen Bestellung. Aktuelle Wintersaisonwaren umfassen nicht die Ware, die bereits in der vorherigen Wintersaison 2019/2020 oder davor zum Verkauf angeboten wurde. Wintersaisonware ist Ware, die nicht saisonübergreifend im Sortiment des Händlers bzw. der Einkaufskooperation vorhanden ist und stark überdurchschnittlich in den Wintermonaten abgesetzt wird. Bei Waren, die regelmäßig ein- und verkauft werden, wird keine dauerhafte Wertminderung angenommen.

Die Warenwertabschreibung berechnet sich aus der Differenz der kumulierten Einkaufspreise und der kumulierten Abgabepreise für die gesamte betrachtete Ware.

Für die Ermittlung der kumulierten Einkaufspreise sind auch aktivierungspflichtige Anschaffungsnebenkosten nach § 255 Abs. 1 HGB zu berücksichtigen. Sonstiger Aufwand bleibt unberücksichtigt; dies gilt insbesondere für den sonstigen Einkaufs- und Verkaufsaufwand.

Für die Ermittlung der kumulierten Abgabepreise kann das Unternehmen Wertberichtigungen nach den Regeln der handelsrechtlichen Rechnungslegung zur Ermittlung der Warenwertabschreibung heranziehen. Von den so berechneten Warenabschreibungen können 100 Prozent als Fixkosten zum Ansatz gebracht werden. Zur Vereinfachung können bei Antragstellung für die Wertberichtigung pauschalierte Werte angesetzt werden. . Bei der Schlussrechnung ist eine Einzelbewertung der Bestände vorzunehmen.

Eine Vernichtung von einer dauerhaften Wertminderung unterliegenden Ware ist zu vermeiden. Deshalb sind für die Ermittlung des förderfähigen Betrags die kumulierten Abgabepreise mit wenigstens 10 % der kumulierten Einkaufspreise anzusetzen. Wird unverkäufliche Ware für wohltätige Zwecke gespendet, kann ein Abgabepreis von Null angesetzt werden.

Dabei sind umfassende Dokumentations- und Nachweispflichten für den jeweiligen Verbleib bzw. die Wertentwicklung der Waren bis zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung zu erfüllen. Insbesondere müssen für die Schlussabrechnung Inventurbewertungen oder andere stichhaltige Belege für Warenbestand und seine Veränderungen, inklusive Bewertung, vorgelegt werden. Eine Erklärung des Antragstellers zu Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben und eine Bestätigung durch den prüfenden Dritten zur Plausibilität der Angaben ist mit der Schlussabrechnung vorzulegen.

 

Reisebranche:

Förderfähig sind Provisionen bzw. Serviceentgelte von Reisebüros sowie kalkulierte Margen von Reiseveranstaltern für Reisen (Pauschalreisen oder Reiseeinzelleistungen), die seit dem 18. März 2020 storniert wurden (Rücktritt eines Teils vom Vertrag) und im Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021 angetreten worden wären. Diese Regelung gilt entsprechend für Reisen, die nach dem 18. September 2020 gebucht wurden, aber vor dem 1. November 2020 angetreten werden sollten. Diese Provisionen/Serviceentgelte sowie kalkulierte Margen sind bei der Antragstellung den Fördermonaten (November 2020 bis Juni 2021) zu gleichen Teilen zuzuschlagen oder in einem beliebig zu wählenden Fördermonat anzusetzen (Wahlrecht).

Es wird unwiderleglich vermutet, dass aufgrund einer Corona-bedingten Stornierung der Reise die Provisionen bzw. Serviceentgelte zurückgezahlt werden bzw. ausbleiben oder die kalkulierten Margen nicht realisiert werden.

Reisebüros sind alle Vermittler von Reiseleistungen, unabhängig davon, ob die Vermittlung im stationären Vertrieb erfolgt. Soweit Reisebüros nicht als Vermittler, sondern im eigenen Namen tätig werden, gelten sie als Reiseveranstalter.

Die kalkulierte Reiseveranstalter-Marge ist um die kalkulierte Reisebüro-Provision zu vermindern, wenn die Reise über ein Reisebüro verkauft wurde.

Beispiel:
Kunde hat am 20.2.2020 Südafrika-Rundreise (Pauschalreise) mit Abreise am 23.1.2021 gebucht. Der Kunde tritt vom Pauschalreisevertrag zurück bzw. der Reiseveranstalter sagt die Reise ab. Der Reiseveranstalter kann seine kalkulierte Marge für diese Reise geltend machen, sowohl bei Direktvertrieb als auch bei Vertrieb über Reisebüros. Im letzteren Fall hat er die für den Vertriebsweg Reisebüro kalkulierte Provision von seiner Marge abzuziehen, um sie dann geltend machen zu können. Das Reisebüro kann seinerseits die vereinbarte Provision geltend machen.

Bei der Antragstellung sind die Provisionen/Serviceentgelte bzw. die kalkulierten Margen für stornierte Reisen im Monat des Reiseantritts geltend zu machen.

Nicht erfasst sind Buchungen im Förderzeitraum (November 2020 – Juni 2021), wenn der Stornierungsgrund bereits zum Zeitpunkt der Buchung vorlag und ununterbrochen bis zum geplanten Reiseantritt fortbesteht. Es wird unwiderleglich vermutet, dass der Stornierungsgrund nicht ununterbrochen vorlag, wenn zwischen Buchung und geplantem Reiseantritt mehr als vier Wochen liegen.

Beispiel:
Kunde bucht am 20.2.2021 Reise an die Algarve mit Reiseantritt 14.6.2021. Reisebüro kann die Provision bei Stornierung/Absage ohne Weiteres geltend machen. Anders bei Buchung am 1.6.2021, wenn zu diesem Zeitpunkt bereits eine Reisewarnung vorliegt und bis zum 14.6.2021 fortbesteht.

Nicht erfasst sind Options- und Umbuchungen.

Förderfähig sind zudem für die Reisewirtschaft externe Ausfall- und Vorbereitungskosten sowie eine Personalkostenpauschale für Reisen, die im Zeitraum März bis Dezember 2020 hätten stattfinden sollen.

Die Reisewirtschaft umfasst Reiseveranstalter, Reisebüros, Incoming-Unternehmen und IT- und sonstige Dienstleister mit Schwerpunkt Tourismus.

Es dürfen nur Ausfall- und Vorbereitungskosten für Monate angesetzt werden, in denen ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 % gegenüber dem Vergleichsmonat in 2019 realisiert wurde,

Externe Ausfall- und Vorbereitungskosten sind insbesondere geleistete und nicht rückerstattete Zahlungen an Vertragspartner des Antragsstellers außerhalb des Unternehmens zur Vorbereitung und Durchführung von nicht durchgeführten Reisen oder für die Stornierung. Zu den externen Ausfall- und Vorbereitungskosten zählen auch Zahlungen an Leistungsträger für fest eingekaufte Kontingente. Soweit die Leistung in Fremdwährung eingekauft wurde, sollten auch etwaige Währungsgewinne oder -verluste berücksichtigt werden (Differenz aus Zahlung und Erstattung durch Kursschwankungen).

Beispiel:
Ein Reiseveranstalter hat Übernachtungskontingent für 20 Personen, je 14 Nächte, bei einem Hotel in Berchtesgaden für 80 Euro pro Nacht (14.-28.01.2021) eingekauft. Übernachtungen sind aufgrund der innerdeutschen Schließungsmaßnahmen nicht möglich. Rückerstattung des Hotels bleibt aus. Der Reiseveranstalter kann 22.400 EUR als externe Kosten ansetzen.

Die Personalkostenpauschale für die Reisewirtschaft wird unabhängig von der allgemeinen Personalkostenpauschale nach Ziffer 2.4. Nummer 12 gewährt. Die Personalkostenpauschale für die Reisewirtschaft beträgt 50 Prozent der tatsächlichen Ausfall- und Vorbereitungskosten. Die Antragssteller haben ein Wahlrecht, ob die Pauschale anhand der nachgewiesenen externen Ausfall- und Vorbereitungskosten oder anhand der nachgewiesenen tatsächlich angefallenen Personalmehrkosten geltend gemacht wird.

Bei der Antragstellung können die Ausfall- und Vorbereitungskosten frei auf die Monate November 2020 bis Juni 2021 verteilt werden, für die das Unternehmen antragsberechtigt ist. Die Erstattung dieser so aufgeteilten Summen erfolgt – wie auch bei den anderen Fixkosten in diesem Monat – anhand des jeweiligen Umsatzeinbruchs im entsprechenden Fördermonat (November 2020 bis Juni 2021). Antragstellende dürfen die für sie günstigste Aufteilung vornehmen. Dies gilt entsprechend für Reisen, die nach dem 18. September 2020 gebucht wurden, aber vor dem 1. November 2020 angetreten werden sollten.

Gleichartige Leistungen aus der Überbrückungshilfe I und II (d.h. für die Monate Juni bis Dezember), Zahlungen der November- und Dezemberhilfe, das Kurzarbeitergeld sowie Versicherungsleistungen werden für den jeweils entsprechenden Monat angerechnet. Für Reisen, die in den Fördermonaten (November 2020 – Juni 2021) dieser FAQ angetreten werden sollten, gilt: Für dieselbe Reise dürfen nur entweder externe Ausfall- und Vorbereitungskosten oder Provision/Serviceentgelt bzw. kalkulierte Margen im Rahmen der Überbrückungshilfe III geltend gemacht werden.

Beispiel:
In einem Reisebüro sind im Förderzeitraum Personalkosten iHv. 100.000 EUR angefallen; für die Ermittlung des Gesamtbetrags ist die Lohn- und Finanzbuchhaltung des Unternehmens heranzuziehen. Dieser Betrag ist um das erhaltene Kurzarbeitergeld (KUG) und um die erhaltenen Zuschüsse für Personalkosten aus den Überbrückungshilfen I und II (Ü1 und Ü2) zu kürzen. Ebenfalls abzuziehen sind erwirtschaftete Erträge etwa durch Serviceentgelte, die auch bei Stornierung oder Umbuchung beim Reisebüro verbleiben (= Provisionen bei der Buchung von Flug-/Bahntickets etc.). Nach Abzug KUG/Ü1+Ü2 verbleiben im konkreten Beispielsfall 60.000 EUR Personalkosten für insgesamt 4.000 Buchungsvorgänge, davon corona-bedingte Stornos/Umbuchungen etc.: 3.000 Vorgänge (75%), so dass 45.000 EUR Personalkosten förderfähig wären. Die Personalkostenpauschale beträgt 50% der förderfähigen Summe, mithin 22.500 EUR. Die Zuordnung, ob es sich bei der Buchung um einen förderfähigen Vorgang handelt, ist aus den Mid- und Backoffice-Systemen abzuleiten.

Die prüfenden Dritten ermitteln die förderfähigen Kosten auf Basis der touristischen Buchungssysteme.

Beispiel:
Für die Ermittlung der Margen legen die Unternehmen dem prüfenden Dritten die Einkaufspreise (für die Reisevorleistungen) und die ursprünglichen Verkaufspreise der jeweiligen Pauschalreisen vor und lassen sich die Marge testieren. Die zugrundeliegenden Informationen sind in den touristischen Buchungssystemen verfügbar.

Unternehmen, die Überbrückungshilfe III nach der „Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020“ erhalten, haben darüber hinaus folgendes zu beachten: Sofern die Verluste eines bestimmten Monats seit März 2020 bereits für die Geltendmachung von anderen Hilfen wie der ÜH II, Novemberhilfe plus oder Dezemberhilfe plus genutzt werden, sind diese Verluste für die ÜH III in der Tat „verbraucht“ und verringern den nach der ÜH III auf Basis der Fixkostenhilferegelung erstattungsfähigen Betrag für diesen Monat.

 

 

Kultur- und Veranstaltungswirtschaft:

Zusätzlich zu den übrigen förderfähigen Kosten werden für die Veranstaltungs- und Kulturbranche auch die Ausfall- und Vorbereitungskosten für geschäftliche Aktivitäten im Zeitraum von März bis Dezember 2020 erstattet. Dabei sind sowohl interne projektbezogene (v. a. Personalaufwendungen) als auch externe Kosten (etwa Kosten für beauftragte Dritte (z. B. Grafiker/in) förderfähig.

Unternehmen, die Sportveranstaltungen mit Sportlern durchführen, die nicht in einem Beschäftigungsverhältnis zum Unternehmen stehen, werden als Teil der Veranstaltungsbranche betrachtet.

Näheres zur Kalkulation und die Beantragung erläutert Anhang 1 zu diesen FAQ.
Unternehmen folgender Wirtschaftszweige sind antragsberechtigt.

Für die Veranstaltungs- und Kulturbranche werden im Rahmen der allgemeinen Zuschussregeln zusätzlich zu den übrigen förderfähigen Kosten auch die Ausfall- und Vorbereitungskosten für geschäftliche Aktivitäten im Zeitraum von März bis Dezember 2020 erstattet. Dabei sind sowohl interne projektbezogene wie externe Kosten förderfähig. Bereits erstattete Kosten sind in Abzug zu bringen. Unternehmen, die Sportveranstaltungen mit Sportlern durchführen, die nicht in einem Beschäftigungsverhältnis zum Unternehmen stehen, werden als Teil der Veranstaltungsbranche betrachtet.

Es soll darüber hinaus außerhalb der Überbrückungshilfe III ein Sonderfonds für Kulturveranstaltungen geschaffen werden, der einen Wirtschaftlichkeitsbonus für Corona-bedingt niedrig frequentierte Kulturveranstaltungen und für sowohl in Präsenzform als auch online angebotene Kulturveranstaltungen („hybride Veranstaltungen“) ermöglicht. Hinzu kommen soll ein Ausfallfonds für Kulturveranstaltungen, die für die Zeit ab Sommer 2021 geplant werden, aber Corona-bedingt abgesagt werden müssen (BMF erarbeitet dazu die Details).

Für Veranstaltungen im Zeitraum von März bis Dezember 2020, die sich an ein externes Publikum richten, öffentlich zugänglich sind, und sich maßgeblich über Eintrittsgelder finanzieren, und welche -Corona-bedingt abgesagt werden mussten, können tatsächlich angefallene Ausfall- und Vorbereitungskostenkosten erstattet werden. Voraussetzung ist, dass zum Zeitpunkt der Planung nicht von einer Corona-bedingten Absage auszugehen war. Zusätzliche Kosten, die erfolgt sind, weil eine Veranstaltung nicht spätestens abgesagt wurde, als die Nicht-Durchführbarkeit offensichtlich war, können nicht geltend gemacht werden.

 

Die Antragsberechtigung ist begrenzt auf Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche, welche den in 2.7 genannten WZ-Codes angehören.

Antragsberechtigt sind Veranstalter förderbarer Veranstaltungen. Veranstalter ist, wer das wirtschaftliche und organisatorische Risiko einer Veranstaltung trägt, unabhängig von seiner Rechtsform. Vom Veranstalter beauftragte Dienstleister sind im Normalfall nicht antragsberechtigt. Diese sind – im Rahmen der Vereinbarungen, die diese mit dem Veranstalter getroffen haben – vom Veranstalter zu entschädigen.

Ausnahmen: Wer kein Veranstalter ist, ist antragsberechtigt, wenn eine der beiden Bedingungen vorliegt:

  • Rücktritt des Veranstalters auf Grund von Force Majeure/Corona: wenn der Veranstalter von seinem Vertrag zurückgetreten ist, ist auch der Dienstleister antragsberechtigt und kann tatsächliche, veranstaltungsbezogene Kosten geltend machen.
  • Beteiligte Dienstleister/Schausteller auf eigene Rechnung: Wenn das Unternehmen nachweislich an der Veranstaltung beteiligt gewesen, und dort auf eigene Rechnung Dienstleistungen an Teilnehmer verkauft hätte, können die entstandenen und förderfähigen Kosten geltend gemacht werden.

Förderfähig sind Veranstaltungen, die für den Zeitraum März bis Dezember 2020 geplant wurden. Kosten in Zusammenhang mit förderfähigen Veranstaltungen sind erstattungsfähig, unabhängig von dem Zeitpunkt, zu dem diese Kosten angefallen sind.

Für den Zeitraum März 2020 bis Dezember 2020 können von berechtigten Unternehmen angefallene Ausfallkosten entsprechend des Obenstehenden angesetzt werden.

Bei der Summierung der Kosten sind folgende Punkte zu beachten:

  • Es dürfen nur Monate angesetzt werden, in denen ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 % gegenüber dem Vergleichsmonat in 2019 realisiert wurde,
  • Es wird jeweils der tatsächlich angefallenen Betrag eines Monats addiert
  • Bereits durch die Überbrückungshilfe oder Versicherungsleistungen erstattete Kosten sind in Abzug zu bringen,
  • Zahlungen der November- und Dezemberhilfe sind für die Monate November bzw. Dezember in Abzug zu bringen
  • Unternehmen, die Überbrückungshilfe III nach der „Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020“ erhalten, haben darüber hinaus folgendes zu beachten: Sofern die Verluste eines bestimmten Monats seit März 2020 bereits für die Geltendmachung von anderen Hilfen wie der ÜH II, Novemberhilfe plus oder Dezemberhilfe plus genutzt werden, sind diese Verluste für die ÜH III in der Tat „verbraucht“ und verringern den nach der ÜH III auf Basis der Fixkostenhilferegelung erstattungsfähigen Betrag für diesen Monat.

Die so aufsummierten anzusetzenden Kosten können dann frei auf die Monate November 2020 bis Juni 2021 verteilt werden, für die das Unternehmen antragsberechtigt ist. Die Erstattung dieser so aufgeteilten Summen erfolgt – wie auch bei den anderen Fixkosten in diesem Monat – anhand des jeweiligen Umsatzeinbruchs im entsprechenden Fördermonat (November 2020 bis Juni 2021). Antragstellende dürfen die für sie günstigste Aufteilung vornehmen.

Veranstaltungsbezogene und tatsächlich angefallene Kosten in maximal branchenüblicher Höhe sind zu 100% förderfähig. Kosten sind förderfähig unabhängig davon, ob diese Kosten intern (durch eigenes Personal beim Veranstalter) oder extern (durch Beauftragung eines Dienstleisters) angefallen sind.

Folgende Kosten sind förderfähig:

Externe Kosten:

# Kostenart
1. Miet- und Pachtkosten
1.1 Veranstaltungsstätten
1.2 Sonstige Gebäude und bauliche Anlagen
1.3 Sonstige erforderliche Nutzflächen (z.B. landwirtschaftliche Flächen)
1.4 Veranstaltungstechnik
1.5 Veranstaltungsausstattung
1.6 Mobile Infrastruktur
1.7 Mobile Sanitäranlagen
1.8 Ver- und Entsorgung Strom, Wasser, Abwasser, IT & TK
1.9 Absperrsysteme
1.10 Transport und Logistik
1.11 Werbekosten
1.12 Mietfahrzeuge- und Maschinen
2. Sonstige Kosten
2.1 Veranstaltungs-/Produktionsplanung und -leitung
2.2 Personal, Dienstleister und Subunternehmer
2.3 Veranstaltungsordnungsdienst
2.4 Sicherheit
2.5 Sanitätsdienst
2.6 Feuerwehr/Brandwache
2.7 Polizei
2.8 Übersetzungs- und Dolmetscherleistungen
2.9 Programmkosten
2.10 Agenturkosten
2.11 Marketing und Kommunikation
2.12 Redner, Referenten, Moderatoren
2.13 Reise- und Unterbringungskosten
2.14 Transport und Logistik
2.15 Standbau/Messebau
2.16 Catering
2.17 Versicherungen
2.18 Genehmigungen und Abgaben
2.19 Ticketingkosten
2.20 Reinigung und Entsorgung
2.21 Teilnehmer Sachkosten

Interne Kosten

# Kostenart
1. Personalkosten
1.1 Planungskosten
1.2 Abwicklung der Absage/Verschiebung

 

 

Sonderfonds für Kulturveranstaltungen:

Es soll darüber hinaus außerhalb der Überbrückungshilfe III ein Sonderfonds für Kulturveranstaltungen geschaffen werden, der einen Wirtschaftlichkeitsbonus für Corona-bedingt niedrig frequentierte Kulturveranstaltungen und für sowohl in Präsenzform als auch online angebotene Kulturveranstaltungen („hybride Veranstaltungen“) ermöglicht. Hinzu kommen soll ein Ausfallfonds für Kulturveranstaltungen, die für die Zeit ab Sommer 2021 geplant werden, aber
Corona-bedingt abgesagt werden müssen (BMF erarbeitet dazu die Details).

  – es wird Bonuszahlungen für kleine Kulturveranstaltungen geben, die wegen Abstandsregeln/
                Pandemievorgaben sonst nicht wirtschaftlich sind
– es wird eine Fonds als Art Risikoversicherung für geplante größere Kulturveranstaltungen geben, der dann
                 genutzt werden kann, wenn diese geplanten Veranstaltungen wegen Corona/ Lockdown wieder abgesagt
                  werden müssen  

 

Unternehmen der Pyrotechnikindustrie, die im Dezember 2020 einen Umsatzeinbruch von mindestens 80 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erlitten haben, können eine Förderung im Rahmen der förderfähigen Maßnahmen der Überbrückungshilfe III für die Monate März bis Dezember 2020 beantragen, wobei diese Förderung auf die Laufzeit der Überbrückungshilfe III verteilt werden kann. Zusätzlich können Lager- und Transportkosten für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 für den jeweiligen Monat zum Ansatz gebracht werden. Bei Unternehmen der Pyrotechnikindustrie werden nur direkt betroffene Unternehmen berücksichtigt, d.h. die von dem Verkaufsverbot für Pyrotechnik im Dezember 2020 unmittelbar betroffen sind.
Berechnung:

Unternehmen der Pyrotechnikindustrie, die unmittelbar vom Verkaufsverbot für Pyrotechnik im Dezember 2020 betroffen sind und einen Umsatzeinbruch von mindestens 80 Prozent ggü. dem Vorjahresmonat erlitten haben, können entsprechend des Obenstehenden zusätzliche Kosten zum Ansatz bringen.

Dabei sind folgende Punkte zu beachten:

  • In den Monaten Dezember 2020 bis Juni 2021 können diese Unternehmen Lager- und Transportkosten zum Ansatz bringen, ohne die allgemeinen Umsatzeinbruch-Antragsvoraussetzung der Überbrückungshilfe III für diese Monate zu erfüllen (vgl. 1.2).
  • Für die Monate März bis Dezember 2020 können diese Unternehmen zusätzlich eine Förderung im Rahmen der förderfähigen Maßnahmen der Überbrückungshilfe III beantragen. Die so aufsummierten anzusetzenden Kosten können dann frei auf die Monate der Laufzeit der Überbrückungshilfe III verteilt werden. Die Erstattung dieser so aufgeteilten Summen erfolgt – wie auch bei den anderen Fixkosten in diesem Monat – anhand des jeweiligen Umsatzeinbruchs im entsprechenden Fördermonat. Antragstellende dürfen die für sie günstigste Aufteilung vornehmen. Der allgemeine monatliche Förderhöchstbetrag ist zu beachten.