Kurzarbeitergeld ab 2021 (Stand 18.01.2021)

Achtung:

Derzeit kann in der online-Strecke der eServices Geldleistungen zur Beantragung von Kurzarbeitergeld von Betrieben nur ein IST-Entgelt erfasst werden, das höher als 0,00 Euro ist. Diese Validierung kann seitens der IT nicht kurzfristig angepasst werden. Damit Betriebe mit einem IST-Entgelt von 0,00 Euro trotz dieser Validierung ihren Antrag auf Kurzarbeitergeld über die online-Strecke stellen können, kann in diesem Fall ein IST-Entgelt in Höhe von 0,01 Euro erfasst werden.

 

– Weisungen der Bundesagentur vom 23.12.200 zum Verfahren Kurzarbeitergeld: hier

– Gesetze und Regelungen, die sich für Arbeitgeber in 2021 ändern: hier

– Das Wichtigste zum KUG in Kürze lt. Arbeitsagentur Stand: 20.12.2020: hier

– Sehr gute Übersicht aus dem sozialen Netzwerk gefunden. Hier informiert die Bundesagentur zum Kurzarbeitergeld:  

 

Stellungnahme der Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen vom 21.12.2020 auf die Anfrage der Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt. (Vielen Dank an die den operativen Service der RD SAT!) 

 Verlängerung oder Folgen einer Unterbrechung von KUG

Bei einer Unterbrechung des Kurzarbeitergeldbezuges von drei Monaten und mehr muss eine neue Anzeige erstattet werden (§ 104 Abs. 3 SGB III). Liegen dann die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Kurzarbeit erneut vor, beginnt eine neue Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld.  Eine Vereinfachung ist nicht vorgesehen.

Information der Bundesagentur auf der Homepage: 
„Bei Unterbrechungen der Kurzarbeit von 3 Monaten oder länger muss Kurzarbeit wieder neu angezeigt werden. Das Kurzarbeitergeld kann in diesem Fall erst ab dem Monat wieder gewährt werden, in dem die neue Anzeige bei der Agentur für Arbeit eingegangen ist. Eine (Verlängerungs-)Anzeige ist erforderlich, wenn die 21-monatige Bezugsdauer in der Zeit bis Dezember 2020 abgelaufen ist und die Kurzarbeit danach fortgesetzt werden muss. Dies gilt auch, sofern der bewilligte Bezugszeitraum verlängert werden muss.“
Insoweit sollten alle von einer Schließung im Dezember 2020 betroffenen Mandanten angehalten werden, eine Ausfallanzeige/ neuen KUG-Zeitraum  noch im Dezember 2020 zu stellen !! 

 Müssen die Arbeitnehmer  ab Januar 2021 schon eine Teil ihres Urlaubs für die Inanspruchnahme verbrauchen, obwohl der Urlaub 2021 bereits fest verplant worden ist?
Im Hinblick auf die Pandemie wird es im Januar 2021 hinsichtlich des eigentlich vorrangig zu nehmenden Urlaubs Erleichterungen geben. Es soll bei fest verplantem Urlaub eine Ausnahme geben. Wir informieren hierüber. 

Was passiert, wenn bisherige Bewilligung ausläuft/ Folgeanzeige?

Läuft die bisherige Bewilligung und muss weiter im Betrieb die Kurzarbeit  fortgeführt werden ist grundsätzlich eine neue Anzeige mit Begründung zum Arbeitsausfall erforderlich.

Wurde die Regelbezugsdauer (12 Monate) noch nicht ausgeschöpft und wurde die Kurzarbeit nicht länger als 3 Monate unterbrochen, ist ein formloser Antrag mit Begründung zum Arbeitsausfall und der Bestätigung, dass die arbeitsrechtlichen Voraussetzungen weiter vorliegen, ausreichend. Liegen alle Voraussetzungen für den Kug–Bezug weiter vor, wird eine Fortsetzungsbewilligung erteilt. Es beginnt keine neue Bezugsdauer.      

Bitte um Sonderregelung, damit der Jahresurlaub nicht für KUG im Januar 2021 verbraucht werden muss.
Die BA sieht bis zum 31. Dezember 2020 davon ab, die Einbringung von Erholungsurlaub aus dem laufenden Urlaubsjahr zur Vermeidung von Kurzarbeit einzufordern.

Wird die Kurzarbeit gegen Ende des Urlaubsjahreseingeführt oder bestehen noch übertragene Urlaubsansprüche aus dem vorangegangenen Urlaubsjahr, ist der Arbeitgeber aufzufordern, den Zeitpunkt für den Antritt noch vorhandenen Urlaubs zur Verminderung des Arbeitsausfalls festzulegen. Auch hier dürfen die Urlaubswünsche der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht entgegenstehen.

Ab 2021 muss der Arbeitgeber und die Arbeitnehmer ungeplanten Urlaub zur (teilweisen) Vermeidung des Arbeitsausfalls einbringen.

  • Der vereinfachte Leistungsantrag kann bis Ende 2021 weiter genutzt werden.
  • Erzieltes Nebeneinkommen für geringfügige Beschäftigungen bleibt bis Ende 2021 anrechnungsfrei für das Kurzarbeitergeld

Wie wird abgerechnet, wenn 05-09/2020 KUG dann unterbrochen und jetzt wieder ab 12/2020 Beginn (mit welchem Prozentsatz?)

Vorausgesetzt die Kurzarbeit wurde bis zum 31.12.2020 oder länger bewilligt und die Arbeitnehmer haben durchgehend für 5 Monate Kug bezogen ( 05-09 2020) besteht im Dezember ein Anspruch (6. Bezugsmonat) auf einen erhöhten Leistungssatz 70 der 77 v.H., wenn die Differenz zwischen Soll- und Ist-Entgelt im jeweiligen Bezugsmonat (hier Dezember) mindestens 50 Prozent beträgt.

Was geht alles zwischenzeitlich online?

Anzeigen und Leistungsanträge können online erstattet bzw. eingereicht werden.

Weitere Informationen sind eingestellt unter https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit/

Das Wichtigste zum KUG in Kürze lt. Arbeitsagentur:

         Aktuelle Hinweise der Bundesagentur zum KUG (20.12.2020) 

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden pauschal erstattet.
  • Der Bezug von Kug ist bis zu 12 Monate möglich. Bis Ende 2021 gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine Bezugsdauer von längstens 24 Monaten.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kug.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.
  • Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Kug behalten ihre Gültigkeit.

Diese und weitere wichtige Informationen finden Sie auch auf der Seite Corona-Krise: Kurzarbeitergeld für Unternehmen.

Bezugsdauer des KUG in 202o und 2021

Grundsätzlich kann Kurzarbeitergeld bis zu 12 Monate bezogen werden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Bezugsdauer jedoch mit folgenden Voraussetzungen verlängert:

Für 2021 gilt:

Hat Ihr Unternehmen bis 31. Dezember 2020 Kurzarbeit eingeführt und bei der Arbeitsagentur angezeigt, kann Kurzarbeitergeld bis zu 24 Monate, längstens bis 31. Dezember 2021, bezogen werden.

Bis Ende 2020 gilt:

Hat Ihr Unternehmen bis 31. Dezember 2019 Kurzarbeit eingeführt und bei der Arbeitsagentur angezeigt, kann Kurzarbeitergeld bis zu 21 Monate, längstens bis 31. Dezember 2020, bezogen werden.


Weitere Hinweise der Agentur und Anfragen der Steuerberaterkammer zum Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld (20.03.2020)

Antwort der Arbeitsagentur Halle auf Fragen zum Kurzarbeitergeld (08.04.2020)

Aktuelle gesetzliche Veränderungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld (24.04.2020)

Verlängerung der Bezugsdauer Kurzarbeitergeld (12.05.2020)

Hinweise zum Antragsverfahren Kurzarbeitergeld (12.05.2020)

Kurzantrag Kurzarbeitergeld (12.05.2020)

Links zu den Downloads von Kurzarbeitergeld-Unterlagen (12.05.2020)

Arbeitshilfe für die Beratung zur Antragstellung und Berechnung von Kurzarbeitergeld (12.05.2020)

Hinweise zur Anzeige und Beantragung von Kurzarbeitergeld (12.05.2020)

Übersicht zur Prüfung der Bemessung des Soll- und Ist-Entgelts (12.05.2020)