ÜBERBRÜCKUNGSHILFE


Überbrückungshilfe (aktualisiert am 08. August 2020->Punkte  2a, 2b, 3b, 4a und 4b )

 

1.) Frist, Zahlen und Fakten  
1a.) Frist für die Beantragung der Überbrückungshilfe wurde auf den 30.09.2020 verlängert

Es ist gelungen, die Frist für die Beantragung auf den 30.09.2020 zu verlängern!

Die entsprechende Bestätigung für den 30.09.2020 finden Sie im aktuellen FAQ des BMWi (mit Datum vom 31.07.2020 wurde dort ergänzt:
Eine rückwirkende Antragstellung für die Monate Juni, Juli und August ist möglich, jedoch spätestens bis zum 30. September 2020.“)

Bitte beachten Sie in dem Zusammenhang unbedingt:
– das neue Wahlrecht zur zeitlichen Zuordnung/ Verteilung der Steuerberaterkosten für die Beantragung/ Nachweisverfahren zur Überbrückungshilfe,
   da je nach ausgeübtem Wahlrecht die Höhe der Überbrückungshilfe unterschiedlich ausfällt!   

– das das zur Verfügung stehende Gesamtvolumen für diese Überbrückungshilfe von 24,6 Milliarden weiterhin nicht aufgestockt worden ist,
   so dass – gerade bei sehr/ zu spät gestellten Anträgen – die Zahlung der Überbrückungshilfe nicht zwangsläufig gesichert ist.    

 

Aufgrund der sehr kurzen Antragsfrist zum 31.08.2020 und der technischen Probleme, die der Bund mit der Registrierung der Steuerberater hat, waren wir als Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt sehr stark bemüht/ involviert, für Sie eine Fristverlängerung für die Beantragung zu mindestens bis zum 30.09.2020 zu erwirken. Die Steuerberaterkammer stand dazu seit geraumer Zeit im sehr engen Kontakt mit dem Wirtschaftsministerium und der Bundessteuerberaterkammer, die eine solche Fristverlängerung mit unterstützten.

Auch im persönlichen Gespräch mit dem Wirtschaftsminister Prof. Willingmann am 27.07.2020 hatte die Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt dazu nochmal eindringlich auf die Notwendigkeit einer solchen Verlängerung und das Problem der zu geringen Förderung (wegen fehlender förderfähiger Kosten) für Soloselbständige hingewiesen.

1b.) Zahlen und Fakten:
– Für die Corona-Soforthilfe vom 30.03.-30.06.2020 wurden bundesweit insgesamt rund 15 Milliarden ausgezahlt.
   Für die jetzige Corona-Überbrückungshilfe stehen bundesweit dagegen 24,6 Milliarden zur Verfügung.
– Nach Freigabe des Portals durch den Bund befand sich die Investitionsbank Sachsen-Anhalt im Testverfahren
   für die Überbrückungshilfe in Sachsen-Anhalt und ist ab Anfang August ins Regelverfahren übergegangen.
Der 1.Bescheid für die Überbrückungshilfe in Sachsen-Anhalt hat die Investitionsbank Sachsen-Anhalt am  29.07.2020 verlassen. 
– Per 27.07.2020 wurden erst rund 100 Anträge in Sachsen-Anhalt bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt
   als Bewilligungsbehörden eingereicht. 

Bei Rückfragen zu eingereichten Anträgen wendet sich die Investitionsbank Sachsen-Anhalt direkt an den jeweiligen Steuerberater bzw. hinterlegt eine Nachricht im elektronischen Portal.   

 

2.) Unterstützung mit Fragen-Antwort-Katalog, Checklisten und Leitfaden 

2a.) Bundeswirtschaftsministerium (BMWi verantwortlich für die Überbrückungshilfe/ die Umsetzung, Technik und das Portal) 

Folgende Unterstützungsangebote zur Überbrückungshilfe des BMWi
finden Sie unter:  Unterstützungsmaterial des Bundeswirtschaftsministeriums

 

2b.) Bundessteuerberaterkammer/ Steuerberaterkammern (als Service zur Unterstützung der Mitglieder)

Folgende Unterstützungsangebote zur Überbrückungshilfe der BStBK
finden Sie unter: Unterstützungsmaterial der Bundessteuerberaterkammer

 

 Am 07.08.2020 wurde im obigen FAQ der BStBK u.a. präzisiert:

2ba.)Was ist zu beachten, wenn ein erheblicher Änderungsbedarf im Antrag besteht? UPDATE: Funktioniert bereits ab 07.08.2020!
„Eine ÄNDERUNG des elektronischen Antragsverfahrens, die es ermöglicht, bereits gestellte und noch nicht beschiedene Anträge ZURÜCKZUZIEHEN, wird derzeit erarbeitet und voraussichtlich ab dem 10. August operabel sein. Der Antrag ist innerhalb der Antragsfrist neu zu stellen“

2bb.) Personalkosten und KUG
„Personalkosten, die nicht vom Kurzarbeitergeld erfasst sind*, werden pauschal mit 10 Prozent der Fixkosten der Nummern 1 bis 10 der in der Frage 2.4 aufgeführten Tabelle berücksichtigt….. *Dem Unternehmen müssen Personalkosten entstehen (es dürfen nicht alle Angestellten in KOMPLETTER Kurzarbeit sein).“

2bc.) Verschiebungen zwischen Antrag und Schlussabrechnung 
„Ergeben sich daraus Abweichungen von der Kostenprognose (Höhe der Gesamtkosten), sind gegebenenfalls bereits ausgezahlte Zuschüsse für den betroffenen Fördermonat zurückzuzahlen. Nachzahlungen sind ausgeschlossen. Eine Rückzahlung hat nur zu erfolgen, WENN die bereits gezahlten Zuschüsse den endgültigen ANSPRUCH übersteigen.“

2bd.) Umsatz
„Über den steuerbaren Umsatz nach § 1 Umsatzsteuergesetz hinausgehende Posten sind dementsprechend nicht als Umsatz anzugeben (u.a. Corona-Soforthilfe, Versicherungsleistungen und Schutzschirmzahlungen (z.B. bei Ärzten).

2be.) Müssen Erstattungen von Fixkosten, die Monate vor dem Förderzeitraum betreffen, gegengerechnet werden?
„Nein. Diese Erstattungen müssen nicht berücksichtigt werden, da es ja nicht Kosten des Förderzeitraums betrifft.

2bf.) In welcher Höhe können Kosten für die Jahresabschlusserstellung bzw. -prüfung Berücksichtigung finden?
„Kosten für die Jahresabschlusserstellung und -prüfung können unter „9. Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben“ in der Höhe berücksichtigt werden, in der sie im Förder- zeitraum (erstmalig) fällig sind, soweit diese vor dem 1. März 2020 vertraglich begründet wurden.“

 

2c.) Genossenschaft der Steuerberater Datev e.G. 

Folgende Unterstützungsangebote zu Corona/ der Überbrückungshilfe der Datev e.G. finden Sie zu/r:

Überbrückungshilfe: Umsetzung Überbrückungshilfe 
allgemeinen Informationen zu Corona/ Konjunkturpaket:  Coronaseite der Datev e.G.

 

3.) Überbrückungshilfe-Hotline / Sprechstunde 

3a.) Hotline des Bundeswirtschaftsministerium (verantwortlich für die Überbrückungshilfe/ das Portal) 

Bitte wenden Sie sich – da es ein Programm des Bundes ist und nur der Bund auslegungsberechtigt ist –
bei Problemen direkt und gleich an die Service-Hotline des Bundes:

+49 521 5603189-179 oder auch

+49 69 273169-555 bzw.

nutzen Sie bitte das Kontaktformular des Bundes auf:
https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Formulare/Kontakt/kontakt.html   

bzw. die E-Mail-Adresse: de-hl-ueberbrueckung@kpmg.com 

Wir hatten zwischenzeitlich an den entsprechenden Stellen deutlich gemacht, dass die Hotline des Bundes überlastet ist, so dass die Mitarbeiteranzahl bei der Hotline des Bundes zwischenzeitlich verdoppelt worden ist, was zu einer etwas besseren Erreichbarkeit geführt hat. 

 

3b.) Überbrückungshilfe-Sprechstunde von Ihrer Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt
Es ist eine vom Bund aufgebrachte finanzielle Hilfe, die über ein bundeseinheitliches und zentral gesteuertes Portal des Bundes abgewickelt wird. Damit ist grundsätzlich nicht vorgesehen, dass Investitionsbank, die Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt oder das Land selbst zu Detailfragen auslegungsberechtigt sind.

Die Hotline des BMWi ist aber – wie oben ausgeführt – nach unseren Erkenntnissen teilweise sowohl telefonisch, als auch im Kontaktformular überlastet.

Wie bereits mehrfach und in verschiedenen Medien kommuniziert, bieten wir als Service insoweit als Steuerberaterkammer Sachsen- Anhalt um Ihnen als Steuerberater behilflich zu sein,  übergangsweise eine Überbrückungshilfe-Sprechstunde zur Aufnahme von Problemen immer montags von 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr unter der Rufnummer 0345/68135270 an.
Bitte beachten Sie aber dabei, dass es ein Förderprogramm ausschließlich des Bundes ist und das für das Portal, die Registrierung und die Technik usw. der Bund verantwortlich zeichnet. 

Die folgenden Punkte sind aus unserer Sicht noch nicht abschließend im FAQ zu finden:

– Klarstellung Behandlung Schutzschirme bei Ärzten, Transportunternehmen bezüglich Ansatz förderfähiger Kosten 
– Umfang der Fußnote 3 zum FAQ des BMWi vom 27.07.2020 zu Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten 
– Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktritt
– ist Antragstellung möglich, wenn Unternehmen (z.Bsp. Rechtsanwälte) coronabedingt Umsatzausfälle haben, aber anschließend diese (ausgefallenen) Einnahmen definitiv erhalten werden
– Betriebskostenzahlung für 2019 (incl. Hausmeister usw.) förderfähig; wo einzutragen?
– Ansatzmöglichkeit Werbemaßnahmen um Umsatz zu erzielen (Telefonbuch, Amtsblatt)/ Geschäft anlaufen zu lassen

von den hier als „offen“ eingestuften Themen sind mit FAQ der BStBK vom 07.08.2020 geklärt:
– sind im späteren Nachweisverfahren Verschiebungen innerhalb der einzelnen Positionen möglich?
– es sind ausdrücklich nur Fibu- und Lohnkosten als förderfähige Kosten aufgeführt; Klarstellung Jahresabschlusskosten der Steuerberater
– Ab wann kann technisch endlich der Antrag nach Einreichung nochmal geändert werden (z.B. FAQ- Änderung oder Fehlern) / Widerspruchsverfahren?
– Kurzarbeitergeld
   Variante 1: 40 AN haben Kurzarbeitergeld mit 40h/ Woche KUG und 0,00 (Null) wöchentliche/ monatliche Stunden Arbeit
                                   es gibt eine geringfügige Beschäftigte die 100 Euro (kein KUG) bekommt.
                                  bekommt der Antragsteller 10% aller Fixkosten ersetzt, obwohl nur eine 100 Euro-Aushilfe
   Variante 2: alle 40 AN eines Unternehmens haben Kurzarbeitergeld mit wöchentlich 20,00 Stunden Arbeit und 20h KUG
                                  es gibt eine geringfügige Beschäftigte die 100 Euro (kein KUG) bekommt.
                                  bekommt der Antragsteller 10% der Fixkosten ersetzt bei einer 100 Euro- Aushilfe
– Klarstellung Behandlung Schutzschirme bei Ärzten, Transportunternehmen bezüglich Umsatz

4.) recherchierte Erfahrungen der Steuerberaterkammer Sachen-Anhalt mit dem elektronischen Portal des Bundes 

Folgende internen Lösungsmöglichkeiten für technische oder andere Portal-Probleme haben wir derzeit festgestellt (ohne Gewähr!; vorsorglich nur mit und nach Freigabe/ Abstimmung mit der Hotline des Bundes solche Schritte vornehmen):  

   4a.) Registrierungsphase in der App/ im Portal

anderen Browser nutzen bzw. wechseln (zum Beispiel Firefox, Google-Chrome, Edge, Internet Explorer)
     (zum Beispiel wenn die Fehlermeldung kommt“ antragslogin.ueberbrueckungshilfe hat eine ungültige Antwort gesendet. Versuchen Sie die Windows-Netzwerkdiagnose auszuführen.
      ERR_SSL-PROTOCOL_ERROR“) 

anderes Gerät nutzen bzw. wechseln (Handy, PC, Tablet) 

andere App nutzen bzw. wechseln FreeOTP (für Android und iOS), Google Authenticator (für Android und iOS),
                                                      alternativ OTP Auth (für iOS) oder andOTP (für Android) oder Authy (für Desktopanwendung für Windows, Linux, Mac).

Einstellungen/ Schärfegrad der Firewall prüfen

– wenn der Code im PIN-Brief nicht – wie derzeit vorgesehen – 6-stellig ist, könnte es sein, dass es sich um einen Fehldruck handelt–> bevor Sie Ihren Zugang dadurch versehentlich sperren, kontaktieren Sie bitte die Hotline des Bundes und beantragen Sie ggf. die Zusendung eines Briefes mit einem neuen Code 

– Ihre eingesetzte Technik (PC und Handy/ Tablet ) auf Übereinstimmung bei der Uhrzeit prüfen, da diese übereinstimmen MUSS

– wenn der Brief mit dem PIN nicht ankommt/ angekommen ist, dann:
     (ohne Neuregistrierung!) bei der obigen telefonischen Hotline des Bundes beantragen, dass der PIN-Brief Ihnen erneut zugesendet wird.
     Bitte unbedingt den Namen des zu registrierenden Steuerberaters/ Steuerberaterin auf den Briefkasten der Kanzlei anbringen (insbesondere bei Gesellschaften!),
     da der an den Steuerberater/ die Steuerberaterin direkt gerichtete Brief sonst u.U. nicht ankommt.
 
– wenn Ihnen der Fehler „Ungültiger One Time Code“ im Portal angezeigt wird, bitte als erstes die Uhrzeiten zwischen den Geräten (Handy und Computer/ Tablet auf Übereinstimmung abgleichen; ggf. die Uhrzeit des PC manuell/ händisch auf die Uhrzeit des Handys umstellen)

– wenn der obige Fehler „Ungültiger One Time Code“ nicht durch Aktualisierung der Uhrzeiteinstellungen zu lösen ist, kann eine vollständige Neuregistrierung in der App mit einer anderen persönlichen E-Mail-Adresse (die in späteren Schritten dann abgefragte weitere E-Mail-Adresse für die Anmeldung im Portal muss dann aber unabhängig davon wieder die aus dem Berufsregister sein) – zusammen mit der telefonischen Hotline des Bundes (siehe oben) hilfreich sein  

– wenn Sie Probleme mit dem QR-Code haben/ das Handy wechseln und den QR-Code aus der APP  vorher nicht kopiert, gesichert oder fotografiert haben, sollten Sie mit der Hotline sich abstimmen, da danach unterschieden wird, ob sie bereits Anträge vorbereitet/ eingereicht haben:

Wenn Sie noch keine Anträge eingereicht haben empfiehlt der Leitfaden
„Wenn Sie noch keine Anträge gestellt haben, wiederholen Sie bitte die Registrierung (siehe Kapitel 2) unter
Verwendung eines neuen Benutzernamens und einer anderen E-Mail-Adresse in Ihren persönlichen
Basisdaten.“

Sie könnten – aber nur wenn die Hotline des Bundes dieser Vorgehensweise auch zustimmt – versuchen Folgendes zu probieren:
    1.) in die Anmeldeprozedur gehen
    2.) anschließend Paßauf „Hier können Sie ein neues Paßwort festlegen“ gehen 
    3.) neues Paßwort vergeben
    4.) in der Benutzerverwaltung das alte Gerät im Menüpunkt „Mehrfachauthentifizierung entfernen/ löschen
    5.) prüfen, dass neues Handy verknüpft ist

Wenn Sie jedoch bereits Anträge eingereicht haben empfiehlt der Leitfaden
„Senden Sie bitte ein Schreiben mit Bitte um QR-Code-Zurücksetzung an die Adresse
[init] AG, Köpenicker Str. 9, 10997 Berlin oder ein Fax an +49 30 22 18 72 42.
Darin müssen folgende Informationen enthalten sein:
– der verwendete Benutzername und die E-Mail-Adresse, die Sie zur Registrierung in Ihren persönlichen Basisdaten angegeben haben,
– der Satz „Ich bitte darum, meinen QR-Code zurücksetzen zu lassen“,
– Unterschrift und ggf. Firmenstempel sowie weitere Kontaktdaten,
– eine Ticketnummer des Service-Desk, sofern hierzu bereits eine Anfrage per E-Mail oder Telefon
gestellt wurde.
Die Anfrage zur Zurücksetzung wird dann schnellstmöglich geprüft und der Service-Desk kontaktiert Sie,
sobald die Zurücksetzung erfolgt ist.“

 

    4b.) Antragsphase im Portal
         – der Bund hat noch keine Schnittstelle eingerichtet, die es ermöglicht, den Antrag aus dem Buchführungspragramm über Schnittstellen
            in das Portal elektronisch einzuspielen  

           – ab 07.08.2020 ist es – wenn ein erheblicher Änderungsbedarf beim bereits versendeten Antrag besteht- möglich,
              bereits gestellte und noch nicht beschiedene Anträge zurückzuziehen.
               Der Antrag muss dann innerhalb der Antragsfrist neu gestellt werden.
         – bitte ohne vorherige Kontrolle nicht auf „Abschicken“ drücken, da das Portal des Bundes es leider weiterhin
               NICHT zulässt, einen bereits elektronisch ab-/versendeten Antrag – ohne diesen neu zu erstellen  – zu korrigieren:
              Man kann also ohne Komplettneueingabe NICHT den bereits versendeten fehlerhaften Antrag ändern und nochmals einreichen.  

         – wenn während der Eingabe der Bildschirm einfriert, dann entweder „Seite neu laden“ bzw. „aktualisieren“ drücken oder die Eingabe
             abbrechen/ das Portal verlassen und nochmal nach einiger Zeit neu im Portal anmelden; nach einiger Zeit müsste eine eventuell
              gesperrte PRPC-Sitzung wieder aufgehoben sein     

        – wenn beim Antrag versehentlich weitergegangen wird und das Portal eine Korrektur der bisherigen Eingaben verweigert
            ODER Sie einen neuen Ausdruck des Antrag mit aktuellem Datum/ Zahlen benötigen,
             ist derzeit eine Korrektur der Eingaben/ Neuausdruck des noch nicht versendeten Antrags wie folgt möglich:
                 1.) bis zum Punkt/ Eingabemaske „Zusammenfassung/ Antrag abschicken“ (aber NICHT auf Abschicken drücken!) gehen
                 2.) oben rechts auf “ Aktualisieren“ drücken
                 3.) unter dem Hochladepunkt „Bitte laden Sie hier die unterzeichnete Version der Erklärungen des Antragstellers hoch“ irgendein
                      eingescanntes leeres Blatt hochladen
                 4.) den unten aufgeführten Button „Weitere Erklärungen des Bevollmächtigen“ anklicken 
                 5.) nunmehr können auf der Seite ganz unten  über „ändern“ die Punkte „Antragsteller“ oder Antragsberechtigung“ oder „Förderhöhe“
                       oder „Erklärungen“ zum Ändern wieder unkompliziert aufrufen.  
                  6.) dadurch können Sie Ihre bisherigen Angaben unter „Antragsteller“ oder Antragsberechtigung“ oder „Förderhöhe“ oder
                        „Erklärungen“ ändern bzw. fortsetzen
                 7.) auf Speichern/ Fortsetzen drücken und geänderte Unterlagen ausdrucken/ hochladen usw.

         – in manchen Fällen sind die vom Portal zur Verfügung gestellten Ausdrucke nur in extrem kleiner Schriftgröße ausdruckbar; dieser 
            Fehler wurde den Technikern des Portals diesseits bereits weitergemeldet; eine Lösung wurde noch nicht vom BMWi gefunden

 

       4c.) Nachweisphase 
           – Voraussichtlich bis zum 31. Dezember 2021 muss dann das Nachweisverfahren durchgeführt werden. Dies soll auch wieder     
               vollelektronisch über das Portal erfolgen.
          – es liegen noch keine weiteren Rückmeldungen vor

5.) Tipps Ihrer Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt zur praktischen Umsetzung der Überbrückungshilfe-Anträge

Wir empfehlen Ihnen:

5a.) für das Honorar den Abschluss einer gesonderten Honorarvereinbarung

Bitte beachten Sie in dem Zusammenhang das Wahlrecht zur zeitlichen Zuordnung/ Verteilung der Steuerberaterkosten für die Beantragung/ Nachweisverfahren zur Überbrückungshilfe, da je nach ausgeübtem Wahlrecht die Höhe der Überbrückungshilfe unterschiedlich ausfällt!   

5b.)  sich von Ihrer Haftpflichtversicherung vorsorglich eine Deckungszusage bestätigen lassen.

5c.)  die Umsatzprognosen/ Fixkostenprognosen und

  • dass das Unternehmen sich nicht in Insolvenz/Betriebseinstellung befindet und auch nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet, von dem Unternehmer schriftlich bestätigen lassen, wobei trotzdem das BGH-Urteil vom 26. Januar 2017 IX ZR 285/14 Ihrerseits unbedingt zu beachten ist.

5d.) einen schriftlichen Auftrag  mit Ihren Mandanten zu vereinbaren. Bei Gesellschaften sollte der Auftrag dann entsprechend auf die Gesellschaft lauten.

5e.) sich vom Mandanten die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften“ gegenzeichnen lassen. 

5f.) eine gesonderte Vollmacht mit dem Mandanten zu vereinbaren, die Sie zu allen das Verwaltungsverfahren betreffenden Verfahrenshandlungen ermächtigt, insbesondere auch zum Abruf des elektronischen Bescheids

5g.) den Mandanten schriftlich auf die Erfüllung der Eintragungen in Registern/ Transparenzregister hinzuweisen.  

5h.) einen Nachweis über den wirtschaftlich Berechtigten (zum Beispiel Gesellschafterliste aus dem Handelsregister) zusammen mit dem Antrag in dem Portal hochladen.  

5i.) sich eine Vollständigkeitserklärung für die Erklärungen vom Mandanten einzuholen.

5j.) bei der Antragstellung der Fixkosten zu beachten und den Mandanten schriftlich darauf hinweisen, dass entgegen dem ursprünglichen veröffentlichtem Eckpunktepapier eine nachträgliche Aufstockung zum bisherigen Antrag nach derzeitigem Stand nicht mehr vorgesehen ist.

5k.)  bitte ohne vorherige Kontrolle nicht auf „Abschicken“ drücken, da das Portal des Bundes es leider derzeit NICHT zulässt,
               einen bereits elektronisch ab-/versendeten Antrag zu korrigieren
:
               Man kann also derzeit NICHT den bereits versendeten fehlerhaften Antrag zurückziehen und dann einen neu erstellten Antrag einreichen.
               Man kann also derzeit NICHT den bereits versendeten fehlerhaften Antrag mit einem völlig neu erstellten Antrag des Mandanten überschreiben. 
               Man kann also derzeit NICHT den bereits versendeten fehlerhaften Antrag ändern und nochmals einreichen. 

5l.) Bitte den Namen des zu registrierenden Steuerberaters/ Steuerberaterin auf den Briefkasten der Kanzlei anbringen (insbesondere bei Gesellschaften!)

 

6.) Haftung

In dem digitalen Formular wird vorwiegend die Begrifflichkeit Antragsteller für den Unternehmer verwendet.  Zusätzlich wird die Haftungsfrage im elektronischen Antragsformular geklärt. Der Steuerberater prüft die Identität und die Antragsberechtigung des Antragstellers und plausibilisiert dessen Umsatzprognose im Rahmen seiner üblichen Berufspflichten. Beachten Sie dabei die Tipps Ihrer Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt zur Vollständigkeitserklärung und den 

Der Steuerberater übermittelt im Ergebnis – ähnlich wie bei einer Steuererklärung – unter berufsüblicher Sorgfaltspflicht den Antrag auf Überbrückungshilfe an das Portal.


7.) Ablauf des Verfahrens/ Registrierungsvorgang

Hier ist der Registrierungsablauf dargestellt.

Eckpunkte Überbrückungshilfe – Kurzfassung (12.06.2020; Anmerkung: enthaltene Aufstockung wurde zwischenzeitlich gestrichen)

Link zum Portal des Bundes: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html

Die Beantragungsfrist wurde auf den 30.09.2020 verlängert. 


Ablauf:

7.1.) Als erstes müssen sich die Steuerberater hier registrieren und zudem eine App auf einem mobilen Gerät herunterladen. Dazu ist es notwendig, eine Mehrfachauthentifizierung mit verschiedenen Geräten vorzunehmen. Für die genaue Abfolge verweisen wir auf die entsprechenden Seiten im Leitfaden des das Portal führenden Bundeswirtschaftsministeriums. 

 

7.2.) Im zweiten Schritt erfolgt ein Abgleich auf Übereinstimmung mit dem Berufsregister. Dazu ist es erforderlich, dass Ihre eingegebenen Daten Eins zu Eins mit den Daten im Amtlichen Steuerberaterverzeichnis übereinstimmen (siehe unten).

Laut derzeitigem Stand können Gesellschaften sich nicht registrieren lassen. Insofern muss die natürliche Person der Gesellschaft sich mit ihrer beruflichen Niederlassung registrieren. Bitte beachten Sie dazu die Ausführungen im FAQ der Bundessteuerberaterkammer und dokumentieren Sie sorgfältig das Auftragsverhältnis.

 

7.3.) Wenn dies erfolgreich war, erfolgt im dritten Schritt eine Registrierungsbestätigung per Post. Dieser Brief enthält einen PIN-Code, der Sie berechtigt, Anträge zu stellen.

 

Aufgrund eines Technikproblems beim Portal des Bundes ist eine Registrierung in verschiedenen Konstellationen (Sonderzeichen, Gesellschaften) nicht möglich. Wenn sich statt der Gesellschaft nur der Gesellschafter anmeldet, empfehlen wir eine Abstimmung mit Ihrer Haftpflichtversicherung und das Auftragsverhältnis zwischen Mandant und Gesellschaft eindeutig zu dokumentieren. Wir verweisen dazu ausdrücklich auf die diesbezüglichen Ausführungen im FAQ-Katalog der Bundessteuerberaterkammer.

 

8.) Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse im Berufsregister/ amtlichen, öffentlich einsehbaren Steuerberaterverzeichnis

Wie bereits mitgeteilt, muss der Antrag auf Überbrückungshilfe von der im Amtlichen Steuerberaterverzeichnis hinterlegten E-Mail-Adresse aus von Ihnen verschickt werden, um den Abgleich zwischen Antrag auf Überbrückungshilfe und Amtlichem Steuerberaterverzeichnis zu ermöglichen (siehe unten). 

Bitte beachten Sie, dass im amtlichen Steuerberaterverzeichnis nur Steuerberater und Steuerberaterinnen sowie anerkannte Steuerberatungsgesellschaften eingetragen sind. Daher finden sich dort beispielsweise keine Sozietäten oder Partnerschaftsgesellschaften, die nicht als Steuerberatungsgesellschaften anerkannt sind. Nach derzeitigem Stand können sich Gesellschaften grundsätzlich nicht im Überbrückungshilfeportal des Bundes registrieren lassen. Steuerberaterinnen und Steuerberater, die z. B. Angehörige einer Sozietät oder Partnerschaftsgesellschaft sind, müssen daher die E-Mail-Adressen abgleichen, die zu ihnen persönlich im Verzeichnis eingetragen sind. Hier sollte unbedingt eine Abstimmung mit der Haftpflichtversicherung erfolgen.

Damit der Steuerberater im Antragsverfahren möglichst zügig identifiziert und damit für den Mandanten tätig werden kann, wird ein elektronischer Abgleich seiner Angaben im Registrierungsprozess mit dem amtlichen, öffentlich einsehbaren Steuerberaterverzeichnis erfolgen. Die im Steuerberaterverzeichnis hinterlegte E-Mail-Adresse wird dabei eine besondere Rolle für den zügigen Abschluss des Registrierungsprozesses spielen.

Aus diesem Grunde bitten wir Sie um eine Überprüfung Ihrer im Steuerberaterverzeichnis hinterlegten Daten, insbesondere Ihrer geschäftlichen E-Mail-Adresse. Diese muss im Verzeichnis vorhanden und aktuell sein. Es ist wichtig, dass entsprechende Nachrichten zügig den beantragenden Steuerberater erreichen – auch dann, wenn im Verzeichnis eine zentrale E-Mail-Adresse angegeben ist (z. B. „info@beispiel-kanzlei.de“).

 

9.) Steuerberater als Compliance-Instanz bei der Überbrückungshilfe 

Im Konjunkturpaket vom 3. Juni 2020 ist die neue Überbrückungshilfe für Corona-geschädigte kleine und mittlere Unternehmen enthalten. Betroffene Unternehmen sollen für den Zeitraum Juni bis August 2020 direkte, nicht rückzahlbare Liquiditätshilfen für ihre Fixkosten erhalten. Mit dieser Initiative soll ein Anschluss an die auslaufenden Programme hergestellt werden und die zeitkritische „Mittelstandslücke“ geschlossen werden. Der Berufsstand soll als feste Compliance-Instanz in das Programm eingebunden werden, um Missbrauchsfälle, wie sie leider zuletzt bei Corona-Förderprogrammen zu häufig vorgekommen sind, zu vermeiden. Hier hat der Gesetzgeber eine Prüfung und Bestätigung der Antragsangaben durch den Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer vorgesehen.

 

10.) Corona-Krise: News, FAQ`s  und Fakten zum Konjunktur- und Zukunftspaket

Schreiben an die Steuerberaterkammer (08.06.2020)

Schreiben an die Steuerberaterkammer (12.06.2020)

Beschlüsse des Koalitionsausschusses mit Einzelheiten des Konjunkturprogramms (03.06.2020)

Die Bundessteuerberaterkammer hat im Juni 2020 ein neues Dokument mit News und Fakten zum Konjunktur- und Zukunftspaket der Bundesregierung (News-Konjunkturpaket) auf ihrer Homepage eingestellt unter https://www.bstbk.de/downloads/bstbk/presse-und-kommunikation/neuigkeiten/NEWS-KONJUNKTURPAKET.pdf. Diese Zusammenstellung wird fortlaufend aktualisiert.

Der bisherige FAQ-Katalog zu den Soforthilfemaßnahmen war von Steuerberatern sowie der interessierten Öffentlichkeit sehr gefragt, wird aber nicht mehr weitergeführt, da keine umfangreichen Neuerungen mehr zu erwarten sind. Er ist aber weiterhin abrufbar unter https://www.bstbk.de/downloads/bstbk/presse-und-kommunikation/neuigkeiten/FAQ_Katalog_CORONA_KRISE.pdf.

Wichtige neue Informationen zu den Soforthilfen, werden in einem gesonderten Kapitel in dem News-Konjunkturpaket aufgenommen. Wir bitten Sie wie zuvor beim FAQ-Katalog zur Corona-Krise, auflaufende Fragen  an uns weiterzuleiten, welche wir an die Bundessteuerberaterkammer weitergeben, damit diese in der aktuellen Übersicht berücksichtigt werden können. Bitte senden Sie Ihre Fragen an info@stbk-sachsen-anhalt.de.