Pressemitteilung


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Pressemitteilung der Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt März 2019

 

Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten – ein beliebter Beruf

Für Schulabgänger, die gerade vor dem Abschluss der 10. Klasse oder vor den Abschlussprüfungen zum Abitur stehen und danach eine Berufsausbildung beginnen möchten, startet eine spannende Zeit. Wer bis jetzt noch keinen Ausbildungsvertrag unterschrieben hat, stellt sich die Frage „Welcher Beruf ist der Richtige für mich?“. Die Qual der Wahl besteht aus bundesweit 328 anerkannten Ausbildungsberufen. Zu den beliebtesten Berufen zählt die Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten. „Bei jungen Frauen liegt der Ausbildungsberuf auf Platz 11 und bei den Männern auf Platz 38,“ so die Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt. Jährlich werden rund 6.500 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. In ganz Deutschland befinden sich aktuell insgesamt rund 18.000 Steuerfachangestellte in der Ausbildung.

Vielfältige Aufgaben mit geregelten Arbeitszeiten

Steuerfachangestellte unterstützen Steuerberater/-innen u. a. bei der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung von Mandanten. Sie stehen in Kontakt mit Finanzämtern oder Sozialversicherungsträgern, planen und überwachen Termine und Fristen. Sie stehen im engen Kontakt mit den Mandanten, verarbeiten deren Rechnungen, Belege und Kontoauszüge zu einer ordnungsgemäßen Buchführung, bearbeiten Steuererklärungen und überprüfen Steuerbescheide.

Vom Fortschritt im IT-Sektor profitieren auch Steuerfachangestellte im Berufsalltag. Mithilfe neuester EDV- und Kommunikationstechnik werden beispielsweise Rechnungen und Kontoauszüge elektronisch verbucht, Konten geführt, Abschlüsse erstellt und in der elektronischen Akte archiviert. Außerdem erhalten Steuerfachangestellte einen tiefen Einblick in viele unterschiedliche Unternehmen sowie in wirtschaftliche Zusammenhänge durch den Kontakt mit Mandanten aus Industrie, Handel, Handwerk, dem Dienstleistungsbereich sowie Freiberuflern und Privatpersonen.

Regelausbildung oder Verkürzung

Die Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten dauert im Regelfall drei Jahre. In dieser Zeit arbeiten die Auszubildenden ab dem ersten Tag in einer Steuerberaterkanzlei. Parallel gehen sie in eine Berufsschule, wo sie das nötige theoretische Wissen erlernen.

Die Ausbildungsschwerpunkte sind: Steuer- und Rechnungswesen, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsrecht. Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt. Bundesweit liegt die Ausbildungsvergütung durchschnittlich bei monatlich 800 Euro im ersten Ausbildungsjahr und steigert sich auf mehr als rund 950 Euro.

Auszubildende mit sehr guten Leistungen oder entsprechendem Vorwissen haben die Möglichkeit, die Ausbildungszeit auf 2,5 oder sogar auf 2 Ausbildungsjahre zu verkürzen. Das ist eine gute Möglichkeit, schnell in das Berufsleben einzusteigen.

Fortbildung, Fortbildung, Fortbildung

Nach erfolgreicher Ausbildung gibt es verschiedene Perspektiven zur weiteren Qualifizierung. Absolventen können später sogar Steuerberater/-in werden – und das ohne ein Studium. Kein anderer Ausbildungsberuf bietet diese besondere Möglichkeit des beruflichen Aufstiegs ohne Hochschulstudium.

Steuerfachangestellte können natürlich auch einen anderen Weg einschlagen und unter verschiedenen Fortbildungsmöglichkeiten im Mitarbeiterbereich wählen.

Fachassistent/in Rechnungswesen und Controlling

Eine interessante Karrieremöglichkeit startete zum Jahresbeginn 2019: die Fortbildung zum/zur Fachassistent/-in Rechnungswesen und Controlling. Mitarbeiter mit einem Interesse an Buchführung, Bilanzierung, betriebswirtschaftlicher Auswertung und der Erstellung von Jahresabschlüssen finden hier ein exzellentes Betätigungsfeld. Dieser Beratungsbereich ist in den letzten Jahren gestiegen und wird weiter wachsen. Die ersten Kandidaten können im Herbst 2019 ihre Prüfung ablegen.

Voraussetzung dafür ist eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten und ein Jahr Berufserfahrung. Im Idealfall besuchen die Prüfungskandidaten eine berufsbegleitende Fortbildung als Präsenz- oder Online-Seminar, die oft vom Arbeitgeber in Kombination mit staatlichen Förderungen finanziert werden.

Praxisluft schnuppern mit der Ausbildungsplatzbörse

Die neue Ausbildungsplatzbörse auf www.mehr-als-du-denkst.de ermöglicht Schülerinnen und Schülern, nach Angeboten unter allen ausbildenden Steuerberaterkanzleien in Deutschland zu recherchieren. Einen ersten Hinweis, ob der Ausbildungsberuf geeignet ist, gibt Interessierten der Online-Eignungstest. Darüber hinaus ist auf den Unterseiten der einzelnen Steuerberaterkammern auch ein Kalender mit Terminen für Berufs- und Bildungsmessen verfügbar.

Weitere Informationen zur Aus- und Fortbildung sind auf der Website der Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt unter www.stbk-sachsen-anhalt.de verfügbar.